JAPANISCHER
SCHABLONENSCHNITT
vor dir liegen, die grünen Strohbinsen nicken —
dann hörst du, wie sie im Winde still ein gleich-
massig tönendes, ruhiges sausendes Geräusch hören
lassen, das sich um dein ganzes Denken und
Sinnen legt.
Unter dem Dach, das bis über die Plattform
hinausragt, mit seiner lastenden Schwere das Haus
hält, befindet sich ein niedriges Thor. Das Thor
öffnet sich nach einiger Zeit; eine einsame Gestalt
erscheint und fragt nach deinem Begehr.
Du erhältst deinen Thee und fühlst dich als
Fremdling, der Einlass begehrt. Alles ist Ruhe
und Stille und Tiefe um dich; weithin. Das
Schwatzen und Lärmen und Stimmen der Instru
mente ist leiser geworden; es gehört hierher und
winkt dir Beruhigung mit seinen dunklen, ver
schollenen Lauten.
Du wirst nie erfahren, wer es war; hinter dies
Geheimniss wirst du nie kommen, nie dringen;
auch wenn du die Thür öffnetest und hinein
sähest, du würdest es nicht begreifen; es wird dir
ewig verschlossen bleiben.