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MAK

Full text : Jahrgang 2 (1899) (Heft 9)

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DIE  HÄNGENDEN  BLUTHEN.
Eine  junge  Schönheit  erscheint  mit  lässigen,
schleppenden  Schritten,  sie  entledigt  sich  der  hohen
Stelzenschuhe;  goldgelbe  Jamabufciblüthen  trägt
sie  im  Arm;  sie  legt  sie  auf  die  korbgeflochtene
Wandborte;  dort  lassen  die  Armen  die  Köpfe  herabhängen. ­

Einige  behält  sie  in  der  Hand  —  sie  setzt  sich
nieder  und  sieht  nach  der  Strasse;  die  sieht  verlassen ­
  im  Abendglanz.  (3  H

Ferne,  blasse  Töne  kommen  vom  Dorf  —  ein
Pfiff  —  tiefe  Stille  —
Sinken  und  Brausen  —  verdämmerndes  Sprechen
—  wie  Töne,  die  schlafen  gehen  und  noch  zögern
—  bis  dann  das  grosse  Rad  sich  in  gleichmässigem
Takte  im  Dunkel  der  Nacht  durch  die  Luft  zu
drehen  beginnt.
Eine  dunkle  Gestalt  schleppt  sich  mühsam  den
Hügel  hinan  —  nur  ihre  Umrisse  sind  noch  erkennbar ­
  —  es  ist  wohl  ein  Alter  —  der  von
weither  kommt  —  es  sieht  aus,  als  hätte  er  keine

JAPANISCHER
SCHABLONENSCHNITT

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