noch kommen wird ? Heute, wo Ja
pan eben erst eine ungewisse Zu
kunft betreten hat, wer könnte es
sagen? Vielleicht.
Jedenfalls hat die japanische
Kunst, wenn sie im Grossen und
Ganzen auch eine beschränkte ist,
im Einzelnen Werke geschaffen, die
den Gedanken an diese Beschrän
kung nicht auf kommen lassen,
Werke, die uns, als wir sie in den
sechziger Jahren zum ersten Male in
grösserer Zahl zu sehen bekamen,
als die Erfüllung dessen erschienen,
was wir selbst erstrebten, und die
uns heute noch entzücken durch
Leichtigkeit, unbefangene Compo-
sition und Einfachheit der Mittel.
Wir hätten die Japaner natürlich
j nicht getroffen, wenn wir nicht
j auf demselben Wege hinterher ge-
— wesen wären. Mit ihrem leichteren
Gepäck hatten sie uns einst über
holt. Wir sind langsam und bedächtig nachge- besser versorgt. Aber wir werden Vortheil haben
kommen; wir hatten mehr zu tragen. Und wir von der munteren Kameradschaft, wenn sie auch
werden auch weiter kommen, denn wir sind nicht ewig, dauert.
'S»*
ar.--
MORITZ DREGER.
NACH ORIGINALRADIERUNGEN
VON EMIL ORLIK