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MAK

Full text : Jahrgang 3 (1900) (Heft 6)

streben  die  Fontainen  zum
reineren  Himmel,  und  gebrochen ­
  sinken  ihre  Wasser
zerstäubend  zurück  ins  marmorne ­
  Becken.  ==  Steinerne
Treppen  ruhen  erwartungsvoll ­
  vor  dem  schweigenden
Schlosse,  dort,  wo  die  geheimnisvollen ­
  Sphinxe,  räthselbergend,
  lagern,  ein  kaltes
Lächeln  auf  den  Lippen  als
höhnische  Antwort  dem  Fragenden. ­
  ==  Gleich  schwarzen
Märchenblüten  ranken  sich
die  üppigen  Zieraten  an  den
eisernen  Gitterthoren,  der
Stunde  harrend,  wo  eine
mächtige  Hand  sie  endlich
wieder  öffnet.=Die  steinernen ­
  Götter  baden  sich  im
Frühlingslicht,  verlangend
nach  neuer  Jugend.  =  Sie
schauern,  wenn  des  Herbstes ­
  welke  Blätter  sie  umrauschen. ­
  =  Schneebedeckt
friert  der  Gott  des  Lichtes.
Seine  steinerne  Sonne  hebt
er  aufwärts  zum  frostigen
Himmel=machtlos!  ©0©
©  So  ertönen  uns  aus  den
alten  Gärten  statt  heiterer
Festklänge  leiseElegien  von
tiefer  Schönheit.  ©  ©  ©
W.  LIST.

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