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J. V. Krämer OM. 
o o „Sakum” o o 
„Balanites aegyptiaca” 
o „Christusdorn” o 
des prächtigen Kuppel= 
raumes zu sehen ist; 
dies die äusserste Spitze 
des Berges Moria. Wir 
passieren noch einige 
Stationen vom Lei= 
densweg und gelangen 
zum österreichischen 
Hospize, von dessen 
Terrasse man einen 
wunderbaren Anblick 
der merkwürdigen © 
Stadt geniessen kann. 
© Lauter graue, aus 
Stein gebaute Würfel 
mit kleinen Kuppeln 
sind die arabischen 
Wohnhäuser. Im Hin= 
tergrunde der Oelberg 
und in weitester Ferne 
in zartesten Tönen 
ziehen die Moabiter= 
und Ammoniterberge 
am todten Meere. © 
Sonnenuntergang ist 
nahe, und da lohnt es 
sich, einen Blick vom 
Oelberg zu machen. 
Jerusalem breitet sei= 
nen zarten, blaugrauen 
Schatten übers Thal, 
wie Gold erglänzen 
die Höhen umher = 
leuchtender hab’ ich’s 
wo anders nie gesehen 
= dann färbt den Him= 
mel seltsames Rosa, 
das wieder durch ein 
von unten herauf= 
ziehendes zartes Blau 
allmählich verdrängt 
wird. © © © 
Jerusalem 25. April 1899 
J. V. KRÄMER. 
178
	        
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