© JENER GEGENSTAND ODER FLECK, DER
GRÖSSTENTHEILS VON EINEM AUFFALLENDEN
GEGENSÄTZE UMGEBEN IST, WIRD DEN BLICK
BESONDERS AUF SICH ZIEHEN. ©0©
© Zeigt dieser und der vorvorhergehende Satz, wie noth=
wendig für einen harmonischen Eindruck das stärkere Be=
tonen des Wichtigeren, wie das gleichzeitige Unterordnen
des Nebensächlichen ist, so ist uns dadurch ein Mittel an
die Hand gegeben, bei mehreren Gegenständen
auch kleinere als Hauptsachen zur Geltung zu
bringen. ©©©
© Viele vereinzelte Flecken und Punkte auf
einer Fläche erzeugen gleichfalls Unruhe. ©
© Erst wenn dieselben zu einer grösseren
Masse zusammengezogen werden, tritt das
Gefühl von Ruhe ein. ©©©
© Hieraus ersehen wir, dass einfachere und
ruhigere Wirkungen durch Gegeneinander=
stellen von Massen erzielt werden, während man durch
viele kleine Flecken die angestrebte Wirkung leicht zer=
reisst oder kleinlich wirkt. Bei der Wahl der Gegenstände
aus der Natur wird hierauf Rücksicht zu nehmen sein, wie
auch auf den Standpunkt, von welchem aus sich eine An=
zahl Gegenstände zu Gruppen oder Massen vereinigen. Oder
wir werden, um eine ruhigere Wirkung des aus der Natur
Entnommenen zu erzielen, die vereinzelten Flecken zu
Massen zusammenziehen müssen. ©0©
© Als Ausdrucksmittel für eine auf die Fläche zu über=
tragende grössere oder kleinere Masse oder einen Flecken
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Ö5TERR. MUSEUM
F. ANGEW. KUNST
BIBLIOTHEK