MAK
besitzen wir aber nichts anderes als eine gleichartige, dem 
Gegenstände oder der Situation entsprechend geformte ebene 
Figur. ©O© 
© Diesen auf die Fläche aus der Natur wiedergegebenen, 
oder für das harmonische Ganze entsprechend geformten 
ebenen Figuren, kürzer ausgedrückt „Formen”, müssen wir 
deshalb eine erhöhte Bedeutung zuwenden, und beim Stu= 
dium der Natur für ihre malerische Verwertung werden 
wir auf das Sehen und Empfinden dieser Formen ein ganz 
besonderes Augenmerk zu richten haben. ©0© 
© Ist so dieses wichtige Ausdrucksmittel festgestellt und 
gefunden, dass damit Ruhe und Grösse im Bilde erzeugt und 
kleinlichen Wirkungen begegnet werden kann, so ist eine 
künstlerische Darstellung von Gegenständen und Ideen für 
den Maler mit der Erkenntnis dieses Formbegrifis über= 
haupt aufs Innigste verknüpft. Seine verschiedenartige Ver= 
Wertung im Bilde soll uns darum eingehender beschäftigen. 
© Wenn wir in den zwei diagonal gegen= 
überliegenden Ecken der gegebenen Fläche 
je eine dunkle Formfigur anbringen, so bildet 
der helle Zwischenraum gleichfalls eine sicht= 
bar ausgestaltete Form. Wir haben mit den 
zwei dargestellten dunkleren Formfiguren drei Formen 
gebildet, wobei die Form der helleren Zwischenfigur durch 
die Formgestaltung der beiden anderen bedingt ist. ©0© 
© Einige auf der Fläche angebrachte Formen können also 
bestimmend für alle anderen sein, und es erhellt daraus, dass 
gewisse gegebene oder erfundene Grundformen in formaler 
Beziehung massgebend für die Ausgestaltung und das Ge= 
251
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.