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MAK

Full text : Jahrgang 4 (1901) (Heft 19)

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Weicht  die  Beine  in  der  Wanne,
neben  sich  die  Kaffekanne,
um  die  Warze  vorn  am  Kinn
setzen  sich  die  Fliegen  hin.
Durch  das  Fenster  um  ihr  Häubchen
zittern  bunte  Sonnenstäubchen,
goldgrün  rankt  sich  wilder  Wein,
langsam,  langsam  nickt  sie  ein.
Kamillenthee  und  Kreosot,
im  Urgehäuse  hockt  der  Tod.
Er  steigt  heraus,  verhängt  den  Spiegel
und  drückt  ihr  schwarz  aufs  Herz  sein  Siegel.
Pickelhering.
Vier  Männer  trugen  einen  Sarg,
der  eine  todte  Leiche  barg.
Der  Mond  erschrak,  das  Käuzchen  schrie,
es  war  die  deutsche  Poesie!
Die  Vier.
Weh,  der  Tod,  der  bleiche  Bube,
stiess  sie  in  die  gelbe  Grube,
klackt  ihr  grinsend  seine  Plombe
auf  die  Knochenhekatombe.
In  die  Nase,  in  die  Lippe
hieb  er  ihr  mit  seiner  Hippe;
ohne  Lippe,  ohne  Nase
ist  jetzt  ihre  letzte  Phase.
Der  Herr  Mitte  Dreissig.
Setzt  ihr  auf  ihr  kalt  Gebein
einen  warmen  Leichenstein!

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