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MAK

Full text : Jahrgang 4 (1901) (Heft 22)

und  Gekrach  in  den  Fugen,  als  wären  alle  Höllengeister
losgelassen,  aber  die  Wände  gehorchten  und  standen  nun
sicher  und  gefesselt  da.  Nur  die  Hiisigeister  sangen  in  den
stark  gespannten  Eisenstangen  in  ohnmächtiger  Wuth.  ©
©  „Das  alles  ist  noch  lange  nicht  fertig,”  sagte  Gallen,  als
er  sah,  dass  ich  mit  prüfendem  Blick  die  hohe  Halle  betrachtete.
  ©0©
©  „Ich  will  alles  selber  machen:  angefangen  vom  Riss
des  Hauses  bis  zu  den  Thürschlössern,  Kleiderhängern  und
Aschenbechern.  Aber  das  geht  langsam.  Das  sind  nur  Beschäftigungen
  für  dieMussestunden.  Darum  fehlt  noch  überall
  irgend  etwas.  Jene  Thür  ist  noch  ohne  Schloss.  Dort
drüben  kommt  ein  Vorhang  hin,  den  ich  gezeichnet  habe,
und  den  meine  Frau  webt.  Und  dieser  grosse  Stehspiegel
ist  erst  der  Anfang  des  weitläufigen  Meublements,  das  aus
meiner  Werkstatt  hervorgehen  soll.”  ©0©
©  Er  wollte  mir  gleich  das  ganze  Haus  zeigen.  Da  er  sich
aber  des  verletzten  Beines  wegen  nicht  rühren  konnte,  bat
er  einen  jungen  Mann,  der  als  sein  Schüler  in  einem  Bauernhofe
  der  Umgegend  wohnte  und  soeben  eingetreten  war,
mich  auf  die  Zinne  seiner  Burg  zu  führen,  von  wo  ich  sein
Reich  würde  überschauen  können.  Der  Umblick  von  hier
war  entzückend.  Das  Haus  selbst  stand  auf  dem  Felsgipfel
einer  schmalen  Halbinsel;  dicht  um  das  Haus  und  den  steilen
  Felsenabhang  hinab  bis  zum  Ufer  zog  sich  ein  Gewirr
alter  und  mächtiger  Kiefern  und  Fichten.  Und  über  ihre
Gipfel  hinaus  sah  man  nach  drei  Seiten  die  breite  eisbedeckte
  Fläche  des  Ruovesisees  und  jenseits  des  Sees  die
grauen  Dächer  des  Kirchdorfes  von  Ruovesi  und  hie  und

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