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MAK

Full text : Jahrgang 4 (1901) (Heft 22)

neben  dem  kleinen  Tannenbaume  sass,  wo  die  vierjährige
Kirsti  und  der  kaum  halbjährige  Jorma  mit  den  glatten
Nadeln  spielten.  ©O©
©  Gallen  sah  mich  lächelnd  an.  In  seinen  Mund=  und
Augenwinkeln  sass,  kaum  bemerkbar,  der  Schalk.  ©O©
©  „Das  sind  die  Geister,”  sagte  er  geheimnisvoll  und  leise,
„die  Hiisigeister,  die  wüthend  sind,  dass  sie  meiner  Kirche
hier  nichts  anhaben  können.”  ©©©
©  Als  er  meine  ganz  nüchtern=dumme  Miene  sah,  die  in
dem  langweiligen  Grau  des  Wintermorgens  zu  keinen
Spukstimmungen  aufgelegt  schien,  liess  er  sich  zu  einer
einfacheren  Erklärung  herbei:  die  langen  und  hohen  Seitenwände
  des  Ateliers,  die  weder  durch  Strebepfeiler  noch
Tragebalken  gestützt  und  zusammengehalten  wurden,  begannen
  allmählich  unter  der  Last  des  schweren  Dachgebälkes
  nachzugeben,  so  dass  der  ganze  Bau  gleich  einem
Kartenhause  zusammenzustürzen  drohte.  Davor  hatten  die
Baumeister  Gallen  gewarnt,  als  sie  von  dem  kühnen  Atelierbau
  hörten.  Aber  er  hatte  sie  verlacht.  Nun  bekamen  sie
Recht,  und  er  musste  Vorkehrungen  treffen,  um  dem  Unheil
  zu  wehren.  Aber  auch  gegen  diese  Gefahr  half  er  sich
ohne  fremde  Hilfe,  wie  er  beim  Roden  des  Whldes  und  Bau
des  Hauses  keine  anderen  Mitarbeiter  gehabt  hatte  als  einige
kräftige  Bauern.  Er  schraubte  an  zwei  Stellen  der  einen
Langwand,  unmittelbar  unter  dem  Dache,  armdicke  Eisen=Stangen
  an  und  fügte  sie  an  der  entgegengesetzten  Wand
in  einen  Schraubenstock  ein  und  schraubte  auf  diese  Weise
die  beiden  auseinander  laufenden  Wände  wieder  in  die
gehörige  senkrechte  Lage  zurück.  Es  gab  ein  Gekreisch
            
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