MAK
Buchschmuck. 
Für V. S. gez. v. 
J.Hoffmann OM. 
infolge schwächeren Lichtes die fein empfun= 
dene Detailarbeit verschwinden sollte, ist esbe= 
Fi-) dauerlich; aber Ehre dem Künstler, der durch 
solche Erwägungen nicht leichtfertig wurde, 
sondern mit bestem Können und feinster 
Empfindung sein Werk ausgestaltet hat. ©0© 
© Der Reiz des Bildes ist rein malerischer Art. Men= 
sehen, die Freude an einer bestimmten Farbe haben, die 
diese gemessen können; oder solche, die eine Blume 
mit innerer Erregung betrachten können; solche, die 
dem Umrisse einer architektonischen Form gerne nach= 
spüren: alle diese können dem Gemälde gerecht werden. 
Sie werden sich an dem eigenthümlich silhouettierten 
Menschenstrome, 
an der losgelösten 
und doch wieder 
verbundenen weib= 
liehen Gestalt, an 
dem ernsten Far= 
benklange, an dem 
flutenden Lichte 
erfreuen und er= 
kennen, dass' ein 
feinsinniger Ge= 
schmack in derVer= 
theilung die will= 
kürliche Anhäu= 
fung von mensch= 
liehen Körpern 
nm 
bildlich möglich 
macht. Wer dann 
den einzelnen Fein= 
heiten, die unwill= 
kürlich aus den ge= 
schaffenen Bedin= 
gungen heraus= 
wachsen mussten, 
nachspürt, wird 
auch zu dem Be= 
hagen kommen, 
das ein volles Ver= 
stehen immer er= 
zeugt. © © © 
ERNST STÖHR. 
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