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ohne daß er darnach gestrebt hätte, modern. Er ist es ge= 
worden, ganz einfach deshalb, weil der allgemeine Gang 
der künstlerischen Entwicklung ihm notgedrungen Recht 
geben mußte. Das hat er fein geduldig abgewartet, ohne zu 
schnaufen und sich zu sputen. Bloß immer fleißig ist er ge= 
wesen und immer vertrauensvoll zur Natur, seiner ewigen 
Lehrmeisterin. Der hat er ins Auge und Antlitz geguckt 
und auch sozusagen auf die Finger. Er hat sie beobachtet 
und wiedergegeben mit allem, was sie ihm bot. Nichts hat 
er für zu unbedeutend gehalten, um es im Bilde festzuhalten. 
Treu und gewissenhaft vermerkte er selbst das Allerkleinste. 
Darum hat man ihn nicht ohne Fug einen „Menzel der 
Landschaftsmalerei” genannt. Das Wort ist gut und doch 
nicht erschöpfend. Denn Alt hat etwas, das Menzel fehlt = 
mag dieser auch vor der „Geschichte” als der Größere da= 
stehen. Es ist dies ein gewisses Etwas, für das uns die 
Sprache kaum ein zutreffendes Wort darbietet, es sei denn: 
Liebe. Ja, mit diesem Wort wird man es am ehesten sagen 
können, was Alt vor Menzel voraus hat. Gegenüber der 
etwas strengen Sachlichkeit, mit der der norddeutsche 
Meister uns Auge und Verstand umgarnt, umstrickt uns sein 
österreichischer Bruder durch die Weichheit und Wärme 
seiner hingebenden Liebe. Es liegt immer etwas wie ein 
stilles Entzücken über den Alt’schen Bildern; wie ein ganz 
stilles freilich, das sich eher verbirgt als zeigt, das aber da 
ist und das sich dem Beschauer unwillkürlich mitteilt. 
Darin liegt denn auch der besondere Zauber der Alt’schen 
Bilder und der Grund ihrer nach und nach errungenen 
Popularität. Mag diese Popularität auf des Künstlers engere 
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