MAK
|IE Vereinigung eröffnet anfangs November ihre 
XV. Ausstellung. Die ordentlichen Mitglieder wer= 
Iden auf derselben nur mit kunstgewerblichen Ar= 
Ibeiten vertreten sein, da im Frühjahr eine um= 
"assende rein österreichische Ausstellung stattfinden wird. 
Die bevorstehende Herbstausstellung wird also zum großen 
Teil Werke fremder Künstler enthalten. Der große Mittel= 
saal ist Graf Kalckreuth eingeräumt; einige zwanzig Ge= 
mälde desselben, meist neuesten Datums, ergänzt durch 
Privat= und Galeriebesitz, werden vereinigt sein. Ein an= 
derer Saal wird eine kleine Kollektion des vor zwei Jahren 
verstorbenen Meisters Wilhelm Leibi enthalten; die deko= 
rative Ausgestaltung des Raumes hat Architekt Plecnik 
übernommen. Dem Ehrenpräsidenten der Vereinigung, 
Rudolf von Alt, der in diesem Sommer seinen 90. Geburts= 
tag feierte, ist ein weiterer Saal reserviert; dieser Raum, 
welchen Professor Koloman Moser der Individualität Alts 
anpaßt, wird eine Auswahl aus seinen verschiedenen Epo= 
chen, von den Dreißigerjahren angefangen, enthalten. Der 
große rückwärtige Saal ist der polnischen Künstlervereini= 
gung „Sztuka” in Krakau überlassen, welche in Wien zum 
ersten Male als geschlossene Gruppe auftritt; der Raum 
wird Gemälde und Plastiken enthalten und wird ent= 
sprechend dem national=polnischen Charakter ausgestattet 
sein. Zwei große Säle sind für Plastik und Kunstgewerbe 
reserviert, und zwar werden von Franzosen die Bildhauer 
Bartholome, Dampt, Gardet, Saint=Marceaux, von Deut= 
sehen die Münchener Hahn, von Gosen, Taschner, Wrba 
mit Kollektionen auftreten. Schließlich wird die junge 
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