MAK
FJAESTAD ODER: WEG DES WEIBES. 
© Er sprach unaufhörlich über Fjaestad, den Landschafts= 
maler, in unbeschreiblich exaltierter Weise und da es voll= 
kommen so wie die Liebe klang, hatte die Dame eine 
höchst unangenehme Empfindung dabei. ©0© 
© „Ihr Fjaestad = = =!” sagte sie daher einigemale, selbst 
wenn es ziemlich nicht hinpaßte. ©0© 
© „Ja, mein Fjaestad!” erwiderte er ruhig und erfüllt. © 
© Schließlich schrieb er sogar einen Essay „Fjaestad 
G. A., in Arwika, Schweden”, der in den Worten 
gipfelte: „Man müßte einen kleinen Tempel erbauen nur 
für Fjaestad=Landschaften! Und über der Tür stünde ein= 
gemeißelt: «Er ist einfach der Natur ganz auf den 
Leib gerückt mit seiner Seele!»” ©©© 
© Diesen Essay bekam natürlich die Dame zu verkosten. 
© „Recht hübsch = = =” sagte die Dame. ©0© 
© „Recht hübsch” war ein Pfeil mit unscheinbarem, aber 
dennoch unbeschreiblich schrecklich wirkendem Gifte, 
gezielt direkt in ein begeistertes Herz, puff. ©0© 
© Der Essay wurde überall refüsiert, da Begeisterung 
allein sehr fade sei. Man müsse einem genau auf die Finger 
schauen. Sodann ihm tüchtig darauf klopfen. Das sei Kritik. 
© „Wir wollen nicht neben, nicht hinter Fjaestad stehen 
= = =” sagte eines Abends die Dame ganz konsterniert und 
bereits innerlich kränklich. © © © 
© Der Herr saß ganz paisible da und träumte: „Ich suche 
eine, die zu mir spräche: «Bei dem Bilde Fjaestads ,Reif 
auf dem Meeresstrande’ sind mir Tränen in die Augen 
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