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MAK

Full text : Jahrgang 5 (1902) (Heft 7)

mentaler  wirkt,  je  weniger  sie  sich  als
Ornament  gibt,  je  mehr  sie  als  architektonisches
  Glied  ihre  klar  bestimmten  Funktionen
  erfüllt.  Auch  muß  die  Bewegung
der  Linie  sich  in  diesen  Fällen  um  ein
Bedeutendes  beruhigen.  Sie  darf  nicht
mehr  wie  ein  durch  die  Luft  geworfenes
Lasso  erscheinen,  sie  muß,  ihrer  tragenden
  und  stützenden  Aufgabe  gemäß,
gleichsam  ein  ernsteres,
  gesetzteres

Wesen  annehmen,
voller  Leiblichkeit
und  Arbeitsfreude,
als  dienendes  Glied
am  großen  Ganzen.
Aber  wenn  die  Bewegung
  auch  eine

langsamere,  zweckvollere
  wird  und
gleichsam  diephantastischen
  Spiele  der
Jugend  vergißt,  so
wird  sie  doch  darum
  keineswegs  abgeschwächt.
  Sie
zieht  sich  gewissermaßen

  nach  innen  zusammen,  speichert  die  Kraft  an  bestimmten
  Punkten  auf  und  stößt  sie  an  anderen  mit  der
Energie  einer  prompt
arbeitenden  Maschine
heraus.  Auf  diese  Weise
kommt  in  die  architektonischen
  und  gewerbliehen
  Formen  jener
Ausdruck  bewußten
Lebens,  den  wir  an  der
Antike  so  sehr  bewun=120


            
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