sten, eigentlichsten
Sinne. Denn jene
Linie, die die Entfesselung
brachte,
wirkt wie ein geschwungenes
Lasso.
Sie ist gleichsam
ein Zickzack in
Kurven, mit weitem
energischen Bogenanlauf
und kraftvoller
Zurückbiegung.
Ihr ganzes
Wesen ist schnellende
Bewegung.
Deshalb mochte es
wohl auch erlaubt
sein, an den Serpentinentanz
bei ihr zu
erinnern. „Gleichwie
bei der Loie
Füller die Saumlinie
des Kleides
wogt und flattert,
so wogt und biegt
sich, schwillt und
sinkt in der modernen
Ornamentik
jene schlangenhaft
116
gleitende, unfaßbar
vorüberschwindende,
bloß durch ihren
Rhythmus gehaltene
Linie.” Etwas
Jauchzendes, Bakchantisches
bebt
durch diese Linie.
Sie ist gleichsam
das neu erwachte
Urphänomen der
Linie überhaupt.
Man könnte ein Gedicht
schreiben von
der Gefangenschaft
der Linie, von ihrer
Verkrüppelung und
Verschnipp elung, ©
ihrer Kasteiung und
Abtötung und von
ihrer jubelnden Befreiung
und Wiedergeburt:
Wie sie
sich gleichsam leise
zu fühlen beginnt;
wie sie sich probeweise
elastisch
streckt; wie sie
dann mit einemmal