© Es war mein W"agen und ich zeichnete den ganzen
Vormittag daran und saß in der glühenden Sonne. Dann
sah ich mir die Hütte, wo Milica mit ihrer Mutter haust,
von innen an. Ein erbärmlich Blockhaus aus morschen
Balken. Lehmboden, niedrige, mit Holzstäben vergitterte
Fenster. Ein Webstuhl primitivster Art nimmt das halbe
Zimmer ein. Ein Bett voll Lumpen, zwei roh und bunt
bemalte Kisten und ein wackliger Stuhl sind außer der
landesüblichen Wandbank der ganze Hausrat. ©0©
© Ich schickte abends mein Pferd voraus und zeichnete
noch zwei brauchbare Studien nach dem schönen Mädchen.
Dann ging ich zu Fuß nach Pod Romanja. Auf den großen
Weideplätzen wimmelte es von Vieh. Hirten und Hirtinnen
lagerten am flackernden Feuer. Große prachtvolle Wolfshunde
waren dabei. Die Sonne war hinter dem Romanjagebirge
gesunken und beleuchtete nur noch eine große
glühende Wolke am Himmel. ©0©
© Mit den Offizieren saß ich wieder lange im Garten,
denn die Nacht war angenehm und kühl nach der drückenden
Schwüle des Tages. ©©©
© Diese armen Einsiedler sind zutode froh, wenn wieder
einmal ein Mensch zu ihnen kommt und neue Witze bringt
und erzählt, wie es draußen in der bewegten Welt zugeht.
Zwei Jahre schon liegt dort ein und dieselbe Kompagnie!
Die Gegend ist ja herrlich. Aber gelangweilt fühlt der
Mensch auch die Schönheit und Größe der Natur nicht mehr.
© Heute früh nahm ich herzlichen Abschied; lange noch
winkten die Braven mit Mützen und Tüchern, bis mein
Schimmel mit mir hinter der nächsten Terrainwelle enti33