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der ins weite Land. Ein großes, hellgrünes Gebäude mit 
einem runden Festungsturm und Schießscharten an den 
Fronten liegt dort auf einem niedrigen Hügel. Gärten rings 
um das geschlossene Viereck. Die Infanteriekaserne Pod 
Romanja. = ©©0 
© Ich hätte eigentlich heute noch bis Sokolac reiten sollen, 
aber mit Rücksicht auf mein ermüdetes Pferd nahm ich die 
Gastfreundschaft der Offiziere an, die hier einsam hausen. 
= Wir blieben noch lange im Garten sitzen. Eine wunder= 
volle sternklare Nacht, die Mondsichel am Himmel. = © 
© Bevor ich mich zu Bette lege, schrieb ich Dir diesen 
Brief. Nun sage ich Dir gute Nacht und küsse Dich als © 
_ , , 4 Dein Maximilian. © 
Sokolac, am 4. Juli 1900. 
© Meine Frau Liebste! Am Morgen wurde ich durch die 
Tagwache geweckt, frühstückte noch mit den Herren und 
stieg um 8 Uhr zu Pferde. Ich erreichte Sokolac in einer 
halben Stunde, denn es war eine Wonne, in der blinkenden 
Morgensonne über die Hochebene zu reiten, teils im Galopp 
über weichen Grasboden, teils im Trab auf einer wohlge= 
pflegten Straße. ©©© 
© Die Landschaft ist wundervoll; sie zeigt überall große, 
bedeutende und angenehme Linien. Kiefernwäldchen und 
Wacholdergestrüpp wechseln mit Hutweiden; grüne Fel= 
der und Alpenmatten mit Sennhütten und hohen kegel= 
förmigen Heuschobern., Türken= und Bogumilengräber 
putzen die Gegend auf. Überall weidendes Vieh. Am Him= 
mel ballen und türmen sich weiße Wolken. ©©© 
© In Sokolac, einem Neste von wenig Blockhäusern, bin 
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