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merksamkeit zu erregen und Aufmunterung und Freunde zu gewinnen. 
Mehrere derselben forderten mich auf, zu dem damals begonnenen Land 
tage nach Preßburg zu gehen, wo es mir nicht leicht an Beschäftigung 
fehlen würde. Wirklich war dies auch der Fall. Ich malte mehrere Miniatur- 
portraite, welche Beifall fanden, ward mit dem Ban von Kroatien, Grafen 
Gyulai, bekannt und erhielt von demselben den Antrag, als Zeichenmeister 
seiner Kinder bei ihm einzutreten. Mit der innigsten Freude ergriff ich 
diesen Antrag und folgte dem Grafen nach beendetem Landtage zu dieser 
meiner neuen Bestimmung nach Agram. Ich verlebte daselbst drei Jahre, 
und in diese Zeit fallen auch meine ersten Versuche in der Öhlmalerei. Na 
türlich konnten dieselben nicht anders als höchst mangelhaft seyn, da ich 
ohne die geringste Anleitung, ohne die mindeste Kenntniß von den Geheim 
nissen der Palette zu diesen Versuchen schritt. Ja nicht einmal die nöthig- 
sten Requisiten konnte ich mir anschaffen, da zu jener Zeit in Agram nichts 
dergleichen zu bekommen war. Obschon ich also jahrelang akademi 
scher Schüler gewesen war, obschon mehr als 6 Jahre verstrichen waren, 
seit ich mit dem glühendsten Eifer mich der Kunst gewidmet hatte, so 
hatte ich es doch nicht weiter gebracht, als daß ich jetzt rathlos, als voll 
kommener Anfänger in der wichtigsten Technik die ersten Versuche wa 
gen mußte. In Agram ward ich auch veranlaßt, Dekorationsmalerei zu be 
treiben. Der dortige Theaterunternehmer hatte sich deßhalb an mich wen 
den müssen, weil kein zweiter Maler damals in Agram zu finden war. Zu 
jener Zeit vermählte ich mich auch mit einer Sängerin, welche ich in 
Agram kennen gelernt hatte; eine Verbindung, welche, da sie durchaus 
nicht harmonisch war, auch nicht dauernd beglückend werden konnte, 
und deren ich auch nur deßhalb hier erwähne, weil sie in so ferne in Verbin 
dung mit meiner Kunststellung steht, daß sie nicht ohne störende Einwir 
kung auf dieselbe blieb, indem sie mich nöthigte, meinem sehnsüchtigen 
Wunsche, nach Wien zu gehen und mich dort ausschließlich den Fort 
schritten in der Kunst zu widmen, entsagen zu müssen und mich fortwäh 
rend in Provinzstädten, wie Prag, Brünn u. s. w. herumzutreiben. Auf diesen 
Kreuz-und Querzügen beschäftigte ich mich wohl mit Dekorationsmalerei, 
aber es war nicht daran zu denken, an eine höhere Ausbildung Hand zu 
legen, deren Bedürfniß ich je länger, je mehr fühlte. Da endlich meine 
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