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los zu steter Ausbildung, zu emsigem Fortschritt auf der betretenen Bahn. 
Ich wiederholte, um meine Erfahrungen zu vermehren, die Reisen nach 
Italien und dehnte sie auch nach Sizilien aus, wo ich ein paar Jahre hinter 
einander meine Ferienzeit in eifrigen Studien verlebte. Ein eigener, mein 
Nachdenken seit Jahren auf das lebhafteste beschäftigender Gegenstand 
war der Kunstunterricht. = Der hier von mir geschilderte Gang meines 
eigenen Lebens bot mir nur allzureichen Stoff zu diesem Nachdenken. Ich 
hatte es an mir selbst erfahren müssen, an welchen Gebrechen die bishe 
rige Lehrmethode kränkle, welch ein tief gefühltes Bedürfniß es sey, zu Re 
formen in dieser Beziehung zu schreiten, und ich glaubte überzeugt seyn 
zu dürfen, auf dem Wege, auf welchem ich zur Erkenntniß der Wahrheit 
gelangt war, die Fingerzeige gefunden zu haben, wie diese Reformen auf 
das zweckmäßigste und fruchtbringendste zu bewerkstelligen wären. = 
Nach mannigfachen Studien, Prüfungen und Erwägungen hatte ich mir 
eine Theorie über eine neue Lehrmethode gebildet, welche meiner Ansicht 
nach alles in sich vereint, was diesem Bedürfniß entspricht. Es kam nur 
darauf an, diese Theorie in der praktischen Ausführung zu bewähren. Die 
Resultate übertrafen selbst meine kühnsten Erwartungen. Fräulein Rosa 
lia Amon war die erste von mir nach dieser Theorie unterrichtete Schü 
lerin. Ihre Arbeiten erregten in den Ausstellungen allgemeine Aufmerksam 
keit. Auch bei den folgenden Schülern, welche ich nach dieser Methode 
unterrichtete, bewährte sich dieselbe in einem Maße, welches wahrhaft 
staunenerregend genannt werden darf. Ein vergleichender Blick auf die 
Vergangenheit meiner eigenen Laufbahn mit der Gegenwart und Zukunft 
jener, nach dieser Lehrmethode unterrichteten Schüler mußte meine Über 
zeugungen unerschütterlich machen. Die öffentliche Meinung und das Ur- 
theil achtbarer und unparteiischer Kunstgenossen legt auf dem Standpunkte, 
zu welchem ich gelangte, meinen künstlerischen Leistungen einiges Ver 
dienst bei. Von welcher Art dieses Verdienst immer sein mag, ich erwarb 
es nur in Folge der Erkenntniß, daß die Natur die einzige Quelle und Summe 
unseres Studiums seyn müsse, daß in ihr allein jene ewige Wahrheit und 
Schönheit zu finden sey, deren Ausdruck in jedem Zweige der bildenden 
Kunst das höchste Ziel des Künstlers seyn müsse. Diese Erkenntniß in dem 
Schüler zu wecken, ihn zu der Befähigung, dieselbe kunstgemäß zu be- 
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