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Wirken berufenen Künstler in einen Diplomaten und lehren ihn die erfolg 
reiche Art, unsere Leute zu behandeln. © © © 
© Anderseits möchte man bei uns gerne in künstlerischen Dingen allen 
anderen Nationen gleichkommen, und da unsere Kunst wenig Tradition 
hat, meint man diese durch Vorsicht und verstandesmäßiges Erwägen 
aller Umstände ersetzen zu können. ©©© 
© Hat das Werk, um das es sich handelt, noch dazu nationale Bedeu 
tung, so steigert sich die allgemeine Spannung, die Dissertationen werden 
endlos und wir sind endlich geneigt, unseren Glauben allem zu schenken = 
nur nicht dem Talent und der Festigkeit der Gesinnung. Wir möchten 
dann um jeden Preis ein über alle Kritik stehendes, absolut gutes Whrk 
haben. So beginnen denn allgemach die Köpfe zu wirbeln und die Fähig 
keit des naiven Urteils ist dahin. Dafür aber bekommen wir in jedem 
einzelnen Falle die sonderbarsten Raisonnements und philosophisch 
ästhetischen Systeme aufgetischt, in denen die Formel an die Stelle des 
Nachempfindungsvermögens und künstlerischen Verständnisses gesetzt 
wird. = = © © © 
© Unter diesen wirklich heiklen Verhältnissen darf man wohl ent 
schieden verlangen, daß eine, trotz der bescheidenen Einleitung, durch 
wegs in apodiktischem Tone gehaltene Enunciation von solcher Stelle 
sich durch unangreifbare Richtigkeit auszeichnen soll. © © © 
© Der Verfasser des Briefes lebt im Auslande, in der großen Welt 
Wiens, genießt das Ansehen eines mächtigen Kunstmäcens = wie vernich 
tend wird seine Kundgebung auf jede selbständige künstlerische Entwick 
lung wirken müssen, wenn sie falsche Lehren predigt! Wie sollte der polni 
sche Künstler diesem Unheil erfolgreich trotzen? Ein künstlerischer, im 
Auslande errungener Erfolg wäre vielleicht das einzige wirksame Mittel. 
Aber ist das nicht ein circulus vitiosus? ©©© 
© Graf Lanckoronski sagt in seinem Briefe vieles Richtige, dem man 
umso lieber Beifall zollt, da es sich auf die Kathedrale und die dort vor 
genommenen Neuerungen bezieht. © © © 
© Er stellt den Grundsatz jenes „bon sens” auf, den ich, wie oben be 
merkt, bei uns so oft vermisse. Er spricht von Pseudostilen, falschem Ro 
manismus, falscher Gotik, vom Leben alter Bauten, den Spuren, die die
	        
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