MAK
Friedr. König OM 
GEDANKEN ÜBER DIE PSYCHOLOGIE 
DER ZEICHNENDEN KÜNSTE. 
S ist merkwürdig, wie verschieden sich die Künstler zu dieser 
Art der Schaffensäußerung stellen: zu den zeichnenden Künsten. 
Es verdient hervorgehoben, nach Kräften geklärt zu werden. 
Viel Zufall herrscht hier, viel Augenblick. Es ergibt sich = wenn 
3man imstande ist, tiefer zu sehen und doch die Oberfläche der 
Erscheinungen nicht zu vergessen, wenn man beides in sich wertet und 
darstellt = ein eigenartiges Bild, das bezeichnend ist, das wesentlich wer 
den kann zur Beurteilung mancher Fragen. Auch solcher, die fernab zu 
liegen scheinen. Es rührt an den Kern. 000 
© Was sonst als waghalsige Behauptung erscheint, hier erfährt es viel 
leicht = und wäre es nur gestreift = seine Begründung oder doch eine 
Begründung. Begründung wenigstens nach einer Richtung hin. Und da 
mit ist manches gewonnen. Stimmt es zu manchem sonst Gesagten, so 
erscheint eine gewisse Sicherheit des Resultats verbürgt. ©0© 
© So scheint sich denn hier ein Sinn zu offenbaren. Es ist ein Bild, das 
in Wahrheit vielgestaltig ist und nur in dem, der es sieht, begreift und 
darstellt, wie in dem, der dies liest, sich eint. 0 0 © 
© Da ist eine Zeichnung. © © 0 
© Eine Arbeit; eine Vorarbeit zu einem größeren Ganzen. ©©© 
© Also ein Teil. Abhängigkeit haftet ihr an. ©0© 
© Man sieht sofort = vorausgesetzt, daß wir hier einen Typus, der das 
Wesen wiedergibt, vor uns haben, und daß der Künstler dieses Wesen 
ergriff =, daß der Künstler es so wollte. Und demgemäß wurde es durch 
geführt. ©0©
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.