keiten und sich endlich verdichtend eint. Es ist die Art der Komposition,
deren Wegen man hier folgt. Das allmähliche Sich-Zusammenfügen. Das
Sich-Runden zum Ganzen. Es ist ein sehr feiner Reiz: das Werden, das
beinahe organische Wachsen. Immer aber im Hinblick auf das Endliche,
das Gewordene. Den Abschluß. Das Endwerk. Der Reiz des Werdens kann
bei dem Einzelnen mehr oder minder zeitweilig dominieren. Die Studie
aber ist = so losgelöst betrachtet = nicht für sich da, sondern zu einem
Zweck gemacht. Diesem Zweck dient sie und dieser Zweck ist das End werk.
© Das ganz Entgegengesetzte. © © ©
© Diese Künstler machen keine Unterschiede. © © ©
© Was sie = als zeichnende Kunst = geben, hat bildartige Wirkung.
© Es ist ein Bild. ©©©
© Mit all den Qualitäten, mit all den Ansprüchen des Bildes. Nur zu
fällig, äußerlich besteht vielleicht noch eine Differenz. Ganz äußerlich:
im Format. Vielleicht auch noch ein wenig in der Art der Ausführung.
Eine Differenz zum wirklichen, eigentlichen Bild. © © ©
© So wie es ist, braucht es vielleicht nur noch um ein kleines ver
größert zu werden = und es gälte als Bild. Und da die Größe heutzutage =
ein sehr äußerlicher Maßstab natürlich = nicht mehr so erforderlich ist
wie ehedem, so kann auch dieser Unterschied fallen. © © ©
© Im Hinblick auf den besonderen Charakter, den die zeichnenden
Künste doch haben müssen, wie jedes Ding seinen besonderen Charakter
hat, scheint hier also = in dem Eindringen des Bildhaften = ein Mangel
vorzuliegen. Ein Mangel an Stilgefühl. Auch sind Anzeichen dafür da.
Was nicht gewahrt ist, das ist die Reinheit des Stils. Damit zugleich ein
Mangel an Gefühl für den Raum. Dies alles gilt nur im Hinblick auf den
besonderen Charakter der zeichnenden Künste. Und es handelt sich hier
nicht um den äußerlichen Charakter, den die Technik der Herstellung ab
grenzt. Es handelt sich um die Wahrheit des endlich Gewordenen, des
Seienden. Nicht des Sein-Sollenden. Die Technik wird ihr gewichtigstes
Wort erst dann sprechen können, wenn alle anderen Wege frei sind. Da
müssen wir dann schweigen. Zu reden hat da nur der Künstler. Es ist gut,
diese Grenze immer unzweideutig zu betonen. Sie ist zum Gemeingut ge
worden, diese Phrase: der Kunst sind keine Wege vorzuschreiben. Und
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