MAK
© So wirkten innere und äußere, künstlerische und poli= 
tische Momente zusammen, um dieses Blatt entstehen zu 
lassen, das in der Zeitschriftenliteratur eine Sonderstellung 
einnahm, das von vorneherein nichts gemeinsam haben 
wollte mit jenen großen bunten Magazinen für den Bedarf 
des Alltags, die in den letzten Jahren so zahlreich geworden 
sind und deren mehr oder minder klar erkennbares Vorbild 
„The Studio” war. ©0© 
© Einen großen Leserkreis konnte Ver sacrum seiner 
Natur nach nie gewinnen; bemerkenswert ist jedoch in 
diesem Punkte, daß in den Abonnentenlisten Ausländer 
aller Weltteile stets die Mehrzahl bildeten. ©©© 
© Was das Blatt während der sechs Jahre seines regel= 
mäßigen Erscheinens seinen Lesern geboten hat, zu be= 
werten, ist nicht unsere Sache; was es uns selbst bedeutet 
und geholfen hat, was wir alle, die an der Arbeit mitbe= 
teiligt waren, dabei gelernt haben, wissen wir genau. Es ist 
nicht wenig. Allerdings liegt auch ein gutes Stück Arbeit 
in diesen sechs Jahrgängen mit ihren 471 eigens für Ver 
sacrum hergestellten Zeichnungen, 55 Originallithographien 
und Originalradierungen und 216 Originalholzschnitten. 
Bedenkt man, daß = abgesehen vom 2. Jahrgange = alle 
Arbeit der Mitglieder für Ver sacrum unentgeltlich geleistet 
wurde, so stellen sich diese Bände auch als ein bemerkens= 
wertes Zeugnis jenes Geistes der Selbstlosigkeit dar, wel= 
eher die Vorbedingung für alle Erfolge der Vereinigung ge= 
bildet hat. © © © 
© Wenn nunmehr die Vereinigung den Beschluß faßt, 
das regelmäßige Erscheinen von Ver sacrum aufzuheben, 
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