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standen sie, und da, wo man sich aus dem Verfalle aufraffen wollte, 
stemmten sie sich dagegen mit ihren todten Principien. © © © 
© Indessen dies Alles sind vergangene Dinge, und sie hatten auch in 
ihrer Verkehrtheit eine Seite, die nicht vergessen werden darf. Mochten 
die Ansichten, die man dictatorisch den Schülern einprägte, noch so un 
richtig sein, es waren doch immer feste Ansichten. Derjenige, der auf den 
Akademien malen lernte, konnte falsch angeleitet werden, aber er ward 
angeleitet, er war im Stande, ein Bild zu malen, das bestimmten An 
forderungen genügte, und vor allen Dingen, er hatte richtig zeichnen 
gelernt. ©©© 
© Heute ist die Macht dieser Anstalten vorüber; selbst wenn man 
wollte, könnte man nicht zu ihren Traditionen zurückkehren, denn diese 
selbst sind verloren gegangen. Was aber soll man beginnen? Ein allge 
meines Begehren nach Kunstwerken, wie dies im löten Jahrhundert die 
Kunst emporbrachte, erfüllt die Welt nicht. Es soll trotzdem etwas für 
die Ausbildung junger Leute, welche einst Künstler werden wollen, ge 
schehen. Es soll eine Akademie errichtet werden, auf der sie dafür vor 
bereitet werden. Welche Idee wird ihr zu Grunde liegen? = = ©©© 
© Der Schüler ist ein Kind, das auf die Autorität des Lehrers hin lernt, 
der Student ist ein Mann, der nach empfangener Anleitung selbst prüft, 
sich über seinen Gegenstand stellt und ihn so auffaßt, wie die eigene Wahl 
ihn leitet. Ein Student, der sich auf sein Collegienheft als Autorität berufen 
wollte, wäre eben so sehr im Irrthum, wie ein Schüler, der das eigene Er 
messen höher stellte, als den Wortlaut der vorgeschriebenen Bücher. Der 
Schüler sagt, anno 44 ante Christum ward Cäsar ermordet, so habe ich 
es gelernt, der Student sagt, nach den und den Quellen setze ich dies 
Factum in das angegebene Jahr, so lehrt mich die Wissenschaft. ©©© 
© Diese doppelte Stufe des Lernens findet sich auch beim Handwerk, 
wo der Lehrling eine andere Stellung einnimmt, als der Geselle. Der 
Lehrling lernt das Werkzeug gebrauchen, der Geselle arbeitet selbst 
ständig; aber er sucht die Erfahrung und Sicherheit zu gewinnen, die ihn 
erst zum Meister langsam ausbildet. Da nun aber jeder Kunst ein Hand 
werk zu Grunde liegt, so wird der erste Schritt, der von Staatswegen zur 
Bildung des künftigen Künstlers geschehen muß, darin bestehen, daß 
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