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Sie stehen etwas tiefer als die Engel und wandeln zwischen diesen und 
den gefallenen Engeln. Sie sind ohne Anteil an der Welt. @@@ 
© Wir haben also hier eine Art von abstrakter geistiger Verderbtheit 
vor uns, offenbart in schöner Form, Sünde verklärt durch Schönheit. Und 
selbst wenn wir nicht weiter gehen wollen, haben wir es bei Beardsley 
doch zum mindesten mit einer ausgesprochen vergeistigten Kunst zu tun, 
einer Kunst, in der das Böse sich selbst durch eigene Kraft und durch die 
sie verklärende Schönheit reinigt. Vollkommen hoffnungslos ist in dieser 
Welt nur eines: jene Mittelmäßigkeit, welche der träge Inhalt einer re 
gungslosen Masse ist. Besser, des Bösen lebhaft gewärtig zu sein, als aus 
bloßer Schläfrigkeit alle Quellen für Gutes oder Böses verstopfen. Denn 
das Böse selbst, bis zu einem Punkt perverser Extase getrieben, wird zu 
einer Art Gutem durch jene ihm innewohnende Energie, welche in ent 
gegengesetzter Richtung Tugend ist und welche, wie auch immer ihre 
Richtung verändert wird, niemals verfehlen kann, etwas von ihrer ur 
sprünglichen Eindrücklichkeit zu behalten. Der Teufel ist gerade durch 
die Höhe, von der er fiel, Gott näher als der Durchschnittsmensch, den es 
noch nie getrieben hat aufzujauchzen oder zerknirscht zu sein. Und so 
nähert sich eine tiefe geistige Verderbtheit, weit entfernt unmoralischer 
zu sein als etwa der grob-zotige Menschenschlag eines Hogarth oder 
Rowlandson, im letzten und abstrakten Ende gerade der Moralität. Denn 
sie bedeutet den Triumph des Geistes über das Fleisch, ganz gleich zu 
welchem Ende. Sie ist eine Form höherer Besessenheit, bei welcher die 
untätige und materielle Seele in feurige Bewegung versetzt wird, vom 
Boden gehoben zu einer Höhe einer gewissen geistigen Freiheit. Und so 
finden wir das Böse vor sich selbst gerechtfertigt und eine der Enthüllung 
des Bösen dienende Kunst in gleicherweise gerechtfertigt. Seine endgül 
tige Rechtfertigung ist die, welche von Plotinus in seiner Abhandlung: 
„Über die Natur des Guten und Bösen” dahingehend erklärt wird: „Aber 
dem Bösen ist als solches bestehen zu bleiben gestattet, allein aus der über 
legenen Macht und Natur des Guten, weil es notwendigerweise von überall 
her eingeschlossen und gebunden erscheint, schöne Bande wie mit gol 
denen Ketten gefesselte Menschen tragend, damit es für den Anblick der 
Göttlichkeit enthüllt oder damit die Menschheit seine schreckliche Gestalt 
lag
	        
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