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die Geschichte jeder einzelnen dieser Bauten. Die Operai der Zunft waren ja 
keine Fachleute, sie waren Tuchhändler, Tuchfabrikanten = nach dem 
Aufstand der Wollenschläger 1378 hatte man „aus reiner und wahrer Libe 
ralität” auch den Färbern das Recht erteilt, Operai zu werden = nicht 
Leute, die durch lebelange Praxis halbe Baumeister geworden; denn der 
Zunftrat entsendete sie nur für kurze Fristen in die Opera und beaufsich 
tigte sie stets. Aus solchem Stoff waren die Operai, die Konkurrenzen aus 
schrieben, Pläne = meist nur Detailpläne über Strebepfeiler oder Decken 
wölbungen oder den Kapellenkranz = begehrten und dann zu deren 
Ausführung, aus Sparsamkeit, aus Mißtrauen, nur für ein Jahr und dann 
für noch eines, Architekten, ja womöglich nur Zimmermeister bestellten. 
Allerdings entschieden sie bei der Wahl eines Entwurfes nie, ohne die 
Meinung von Künstlern und Kennern einzuholen, und zugleich nie, ohne 
sich gegen die Mißbilligung von oben und von unten gleichmäßig zu 
schützen. Im Notfälle deckte man sich durch ein Plebiscit. So geschah es 
beim Neubau von Santa Maria del Fiore. Als man sich nach vielfachen 
Beratungen in engerem und weiterem Kreise, nach oftmals umgestoßenen 
Beschlüssen endlich auf ein Modell, die Kombination vieler Künstler, ge 
einigt hatte, wollten die Operai diesen Beschluß unwiderruflich machen. 
Sie schickten deshalb eines Tages Ausrufer durch die Stadt und luden 
„jedermann und Leute von allen Sorten” ein, morgen in die Kirche zu 
kommen und zu sagen, welcher von den Entwürfen ihnen am besten ge 
fiele; man würde sie „gnädig anhören” und nach ihrer Entscheidung die 
Kirche bauen. Und zwei Tage lang kam ganz Florenz herbei, Trödler und 
Schneider und Schuster und Strumpfwirker wie Ratsherren und Ritter 
und Geistliche und Künstler, und ohne Abweichung stimmten sie alle für 
das vorgeschlagene Modell „als das schönere, rühmlichere und prächti 
gere”. Immer kam ganz Florenz, wenn es etwas zu sehen gab; es war ge 
kommen, als Cimabue seine Muttergottes für Santa Maria Novella vollen 
dete ; es kam noch im Cinquecento, als Michelangelo und Leonardo da Vinci 
ihre Kartons für die Wände des Ratssaales ausstellten. Wie intensiv die 
Teilnahme der Florentiner an Kunstsachen war, beweist wohl am sicher 
sten eine Schrift wie das erhaltene Tagebuch eines braven Apothekers 
oder besser Spezereihändlers. Luca Landucci zeichnet alles auf, was zu 
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