bereit zu sein. Jedenfalls stimmt dazu folgendes Papier aus dem Archiv
der Dombauhütte: 0 © ©
© „Die 25. februarii MDI” (neuen Stils 1502). = „Die ehrenfesten Herren
Konsuln der Wollenzunft beschließen, daß die Operai dem Michelangelo de
Bonarrotti geben können 400 schwere Goldgulden für den von ihm be
gonnenen Giganten, eingerechnet das, was er bisher dafür bekommen hat,
und daß man ihm sechs schwere Goldgulden per Monat geben darf, bis er
fertig ist. Und ist er anzuhalten, daß er in weniger als zwei Jahren, von
diesem Tage an gerechnet, es vollbringe, so daß tatsächlich bis zur gänz
lichen Vollendung besagten Giganten nur 400 schwere Gulden in Gold aus
gegeben werden können.” ©0©
© „Am 28. Tag genannten Monats.” = „Vorbemelaete Operai, in An
betracht der besagten Verhandlung vom 25. Februar dieses der genannten
ehrenfesten Konsuln von oben, mit der Erklärung an jene Operai hinsicht
lich des Lohnes des genannten Michelangelo di Bonarroti, und daß be
sagte Operai genannten Lohn und Preis aussprechen und machen dürfen;
= und nachdem sie verhandelt hatten das Gesuch des genannten Michel
angelo, sowie die Willensmeinung besagter Konsuln; = erklärten sie kraft
ihrer Autorität, daß der genannte Preis und Entgelt des genannten Michel
angelo für besagten Giganten oder David, der in jener Werkhütte existiert
und von genanntem Michelangelo schon halb gemacht ist, sei und bleibe
400 schwere Goldgulden, welche obbenannte Summe ihm durch die
Kammer bemeldeter Opera zu zahlen ist nach Vollendung jenes Giganten,
mit dem Lohn für jeden Monat, wie er einst festgestellt wurde, von sechs
Goldgulden, bis zur Zeit der Vollendung des besagten Giganten, und daß
einzurechnen sei in bemeldete Summe von 400 Goldgulden alles, was er
erhalten schon hat und noch erhalten wird.” ©©©
© Bald war die Arbeit soweit gediehen, daß jene berühmte Versamm
lung einberufen werden konnte, von der uns ein kostbarer Bericht erhalten
ist. Er lautet, möglichst wortgetreu, wie folgt: ©©©
© „Am 25. Tag des Monats Januar 1504.” = „Vorbesagte Operai = in
Anbetracht, daß die Statue oder David beinahe fertig ist; vom Wunsche
geleitet, sie aufzustellen und ihr einen bequemen und angemessenen Platz
zu geben, und daß solcher Platz, nach dem Berichte Michelangelos, des
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