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Full text : Jahrgang 1920 (Heft Nr. 6)

HEFT  6

WOHNUNGSKUNST

SEITE  115

VERSCHIEDENE  VERFAHREN  ZUR  VERWERTUNG  VON  HOLZABFÄLLEN.

A  US  einer  amerikanischen  Fachzeitschrift  der  Holz^
branche  entnehmen  wir  einen  Artikel  über  ver^
schiedene  Verfahren,  welche  die  Verwertung  von  Holz^
abfällen  einer  Anzahl  in  Amerika  vorkommender
Nutzhölzer  betreffen
und  welche  wir  im  nachstehenden ­
  kurz  beschreiben ­
  wollen.
Nach  den  Ausführungen ­
  in  diesem  Aufsatz ­
  ist  die  Zahl  der
Nutzholzarten,  deren
Abfälle  sich  nach  der
hier  in  Frage  kommenden ­
  Richtung  hin
verwertenlassen,selbstverständlich ­
  eine  sehr
große.  Hier  sollen  von
den  Fichten-  oder  Kieferarten ­
  nur  die  amerikanische ­
  Terpentinkiefer ­
  (Pinus  palustris),
welche  das  bekannte
Pitchpineholz  liefert,
ferner  Pinus  taeda,  sodann ­
  die  kubanische
Kiefer,  die  norwegische
Kiefer  (Pinus  resinosa)
und  die  Douglastanne
erwähnt  werden.  Die
erstgenannte,  die  Terpentinkiefer, ­
  liefert  den
meisten  Terpentin  und
das  meiste  Harz  von
sämtlichen  Bäumen  in
der  ganzen  Welt.  Die
aufgeführten  anderen
Fichtenarten  geben  je
nach  den  Verhältnissen
mehr  oder  weniger
Harze.DiejenigenHolzarten,
  welche  sich  zur
sogenannten  Hartholzdestillation ­
  eignen,  umfassendieKiefer,
  Ahorn,
Birke,  Buche,  Eiche,
Esche,  Nußbaum  und
einige  andere  Laubhölzer. ­
  Dies  sind  im  wesentlichen ­
  diejenigen
Hölzer,  welche  charakteristische ­
  Eigenschaften ­
  besitzen,  auf  Grund

von

getrocknet  war,  25  bis  50  7 0  Feuchtigkeit  oder  Wasser.
Beim  Schneiden  von  Pitchpineholz,  welches  auf
Terpentin  ausgebeutet  wird,  ist  eine  große  Anzahl
Schalbrettern  sehr  harzreich.  Ferner  können
Äste  und  Wipfel,  die
beim  Fällen  der  Bäumezurückgelassenwer ­
 ­
  für  die  Hartholzdestillation ­
  gesammelt
werden;  der  größereT  eil
davon  bleibt  jedoch  im
Walde  zurück,  vermodert ­
  daselbst  oder  wird
verbrannt.  Die  Baumstümpfe ­
  sind  bei  verschiedenen ­
  Koniferen
sehr  geschätzt  wegen
des  aus  ihnen  gewonnenen ­
  Terpentins  und
Harzes.  Bei  anderen
Holzarten  sind  die
Baumstümpfe  in  bezug
auf  ihre  Zusammensetzung ­
  zu  verschieden
und  auch  zu  teuer,  um
eine  Ausbeutung  rentabel ­
  zu  machen.  Ferner ­
  liefert  auch  das
Holz  von  abgestorbenen ­
  oder  vom  Wind
niedergebrochenen
Bäumen  von  Pitchpine
und  anderen  Koniferen
ein  wertvolles  Material, ­
  welches  für  Destillationszwecke ­
  verwendet ­
  wird.
Zellulose,  Lignin
und  Harzöl,  Terpene
und  Terpenderivate
sind  diejenigen  Bestandteile ­
  bei  jeder  Art
von  Holzabfällen,  welche ­
  sich  bei  der  Behandlung ­
  direkt  ergeben. ­
  Alle  anderen  von
Holzabfällen  herrührenden ­
  Produkte  erhält
man  durch  chemische
Umwandlung  oder  Zersetzung ­
  der  genannten
Bestandteile.
Zellulose  oder  der
die  Zellulose  enthaltende  Teil  des  Holzzellstoffes
bildet,  wie  bereits  angeführt,  einen  Bestandteil
der  Holzabfälle.  Durch  Entfernung  der  anderen
Bestandteile  kann  man  die  Zellulose  erhalten,

Architekt  Prof.  E.  I.  Margold:  Silber-  und  Glasschrank  aus  neben
stehendem  Speisezimmer.

deren  man’  besondere  Anstrengungen  zwecks  Verwertung ­
  der  Abfälle  gemacht  hat.  r
Wenn  man  zunächst  die  Form  des  Abfallholzes
in  Betracht  zieht,  so  sind  als  die  zunachsthegenden  “^e^eine  wichtige  ^Bezugsquelle  für  Papierbrei
Rückstände  diejenigen  zu  nennen,  welche  aus  Patuermasse  darstellt.  Die  Vorzüge  der  Holz-Sägewerken
  kommen.  Diese  bestehen  aus  den  Sage-  o^er  Papiermasse^aarsjem  ^  ^  p, ni( f rmass e  sind

oagewerden  Äuiiiiiicii.  7  q..
Spänen,  Schalbrettern,  Enden  und  Säumen.  Die  agespäne
  und  die  Enden  werden  annähernd  die  g  eic  e
Zusammensetzung  haben  wie  die  Holzklötze,  dagegen
werden  die  Schalbretter  und  Säume  einen  gro  en
Prozentsatz  Borke  und  Splintholz  besitzen.  Diese
A  4  -'«»44  1  1  ^  T  I  1  'f'l  1

abfälle  für  die  Gewinnung  von  Papiermasse  sind
ihre  Billigkeit  und  ihre  Menge.  Die  Mängel  dagegen
sind  verschiedener  Art.  Bei  Gewinnung  der  Papiermasse ­
  aus  den  Abfällen  in  Sägewerken  ist  das  Holz
erün,  mit  Wasser  getränkt,  es  enthält  außerdem  einen
ö  ^  TD  ~  '«44^-4  +  nrwP&P.l''

Prozentsatz  Borke  und  Splintholz  besitzen.  lese  g  ’  Prozentsatz  von  Borke  und  besitzt  unregelgesamten ­
  Abfälle  enthalten,  da  das  Holz  nicht  aus-  gronen  rroze
            
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