BAU- UND WOHNUNGSKUNST
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longue erinnert, die außer dem Holzgestell und Stahlfedern
vollständig aus Holzwolle und Papierstoff hergestellt war.
Ähnlich verhält es sich mit den Holzmöbeln. Fournierte, ge
wichste oder polierte Holzmöbel werden mangels trockener
Hölzer aus frischem Blindholz
angefertigt. Dieses trocknet
in einiger Zeit nach, so
daß durch die Fourniere
hindurch Äste, Jahrringe
und Unebenheiten des
Blindholzes durchschim-
mern. Diese groben Fehler,
deren Vorkommen bei in
ländischen Möbeln den
Verkauf ganz unmöglich
machen würden, sind bei
Ankunft der fremden Mö
bel nicht sichtbar, sie kom
men erst mit dem Aus
trocknen des Blindholzes
zum Vorschein und sind
später nicht mehr zu be
seitigen. Gerade dieser Um
stand ist aber dem ge
wissenlosen Verkäufer und
modernen Möbelimporteur
günstig, weil der Konsu
ment die Mängel erst ge
raume Zeit nach dem Kauf
sieht. Er reklamiert dann
vergeblich bei seinem Lie
feranten, der, weil der
Fabrikant im Ausland ist,
keinen Regreß auf densel
ben nehmen kann.
Möbel dieser Gattung
sind massenhaft eingeführt
worden und harren des
Verkaufes. Ein Importeur
Prof. Michael Powolny:
„Frühling“.
kam mit einer größeren Anzahl fertiger Zimmer selbst nach
Bern, stellte sie in einem Wirtschaftslokal aus und lud das
Publikum öffentlich zum Kaufe ein. So verhält es sich in den
meisten bedeutenderen schweizerischen Städten. Da die Ware
verhältnismäßig billig scheint, wird sie vom Konsumenten
gekauft zu seinem eigenen
großen Nachteil und zum
Schaden des inländischen
Produzenten solider Arbeit.
Angesichts dieser Tat
sachen ist die Sorge der
ständerätlichen Kommis
sion um die Interessen
der Konsumenten sehr übel
angebracht; denn was die
Kommission als eine Wohl
tat für die Konsumenten
betrachtet, verwandelt sich
durch die erwähnten Qua-
litätsmängel der Warezum
großen Nachteil für die
Verbraucher. Solange die
ausländische Möbelfabri-
kation nicht in der Lage
ist, Ware einzuführen, die
mit Bezug auf Material und
Arbeit gerechten Ansprü
chen genügt, sollten ihr
unsere Grenzen verschlos
sen bleiben.“
Wenn solche Schund
möbel nach der Schweiz
geliefert wurden, so liegt
es auch wohl nahe, daß
auch andere Länder damit
beglückt wurden. So wird
nun die Mahnung, Qualitäts
arbeit auszuführen,befolgt!
Prof. Michael Powolny:
„Sommer.“
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Al escribir & los anunciantes menciönese ei „BAU- UND WOHNUNGSKUNST“.