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BAU' UND WOHNUNGSKUNST
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ungefähr 7 , 5 Hektar Landes vorgesehen, die gut be^
sonnt, jedoch wegen Grundfeuchte sich nicht gut zur
Verbauung eignen.
Angezeigt wäre es, wenn man der heranwach'
senden Jugend sowohl in den Gärten eigene Beete
als auch auf den Feldern kleine Ackerstücke zum
Anbaue von Gemüse und Feldfrüchten überließe.
Das gäbe eine gesunde, nützliche und auch erziehe'
rische Betätigung der Jugend der Waldstadt.
Vorteilhaft wäre es weiters, wenn für die Allge'
meinheit auch ein entsprechender Viehstand, insbe'
sondere zur Milchwirtschaft gehalten würde; hiezu
könnte die erwähnte Meierei am „Grünen Hang“
im Zusammenhang mit einer eigenen „WALD'
WEIDE“ am Ende des „Rehweges“ dienen.
wohner der Umgebung anziehen. Aus diesem Grunde
werden nebst den Unterhaltungsstätten höherer Gat'
tung am unteren Hauptplatze noch folgende vor'
geschlagen:
Der „PRATER“. Gleich anfangs liegt am Bache
eine schöne, von prächtigen Bäumen umstandene
Wiese; diese und das nördlich daranliegende Wald'
stück könnte nun zu Volksbelustigungen nach Art
des Wiener Praters benützt werden. Das „BachwirtS'
haus“ daselbst und Buschenschenken dienten zur
Verpflegung der Menge.
FREILICHTBÜHNE, ZUGLEICH ZIRKUS. Die
starke Böschung gegenüber dem Prater gestattet, in
sie eine im Abendschatten des Waldes liegende Frei'
lichtbühne für Volksschauspiele einzubauen, die zu'
Atelier des akademischen Malers Alfred Waagner.
Zur Anlage einer SCHWIMM' und BADE'
ANSTALT, zugleich EISLAUFPLATZ, könnte der
bestehende kleine Teich im Tale sich eignen, der
mit entsprechenden Kabinengebäuden zu umgeben
wäre.
Ein BÄDERHAUS für ärztliche und Bäder im
Winter ist am Wege vom Lainzertor zum Wald'
durchschlag angenommen.
RAUM FÜR ARBEITSSTÄTTEN. Abgesehen
von der Heimarbeit ist Arbeit in größeren Betrieben
für die Bestimmung der Siedlung erforderlich. Hiezu
sind zur Errichtung von allerlei Arbeitsstätten und
für eine Wäscherei die Flächen abseits des Windes
beim Austritt des Baches aus der Siedlung ange'
nommen. Erforderlichenfalls könnte man für Klein'
Werkstätten auch weitere Baublöcke bestimmen.
Für die Bewohner einer entfernteren Siedlung
wird es sehr erwünscht sein, wenn sich in dieser
selbst Gelegenheiten zum Vergnügen und zur Unter'
haltung vorfinden. Ja, es wäre vorteilhaft, wenn die
Vergnügungsorte derart wären, daß sie auch Be'
gleich für Zirkusvorstellungen eingerichtet werden
könnte. Das Bauwerk, etwa aus Beton hergestellt,
könnte bei 3000 Besucher aufnehmen.
RODELBAHN. Zum Wintervergnügen wäre auf
dem um 35 Meter abfallenden Gelände längs des
Tiergartens eine Rodelbahn anzuordnen.
WALDFRIEDHOF. Es ist ein trostreicher Ge'
danke, die Gräber seiner teuren Abgestorbenen nicht
in der Ferne, sondern in der Nähe zu wissen, um
sie an Gedenktagen leicht aufsuchen zu können;
ein Umstand der auch die Liebe zur Heimatsscholle
stärkt. Aus dieser Erwägung wurde ein stimmungs'
voller Waldfriedhof, und zwar in der südwestlichen
Ecke oben geplant. Aber er wäre mit Nadelhölzern,
also Tannen, Fichten und Eiben zu bepflanzen und
mit immergrünen Sträuchern und Pflanzen zu
schmücken, was den Gottesacker freundlicher macht,
während ihn kahle Laubhölzer zur Winterszeit noch
trauriger erscheinen lassen.
Durch die für Wien bedeutungsvolle und eminent
der sozialen Fürsorge dienenden Absicht der „GE'
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