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MAK

Full text : Jahrgang 1920 (Heft Nr. 12)

SEITE  228

BAU-  UND  WOHNUNGSKUNST

HEFT  12

Alfred  Waagner:  Ölgemälde  „Mädchen  mit  Puppe".
■
MEINNÜTZIGEN  ANSIEDLUNGS'  UND  BAU'  Der  vorstehend  erläuterte  großzügige  Entwurf
GESELLSCHAFT“würdeTausendenundTausenden  des  Baurates  FASSBENDER  läßt  gewärtigen,  daß
ein  Gesundheit,  Frohsinn  und  Arbeitskraft  hebendes  er  eine  treffliche  Grundlage  gäbe,  um  programm'
Leben  und  Schaffen  auf  dem  Lande  und  Generation  gemäß  nach  den  Regeln  des  modernen  Städtebaues,
um  Generation  des  Nachwuchses  eine  unvergleich'  dieser  Großraumkunst,  eine  WALDSTADT  IN
liehe  Jugendstätte  geboten  werden.  ZWECKMASZIGKEIT  UND  SCHÖNHEIT  er'
*  stehen  zu  lassen.

JAHRESAUSSTELLUNG  IM  KÜNSTLERHAUS.
(MALEREI.)

T'Jie  überaus  reichhaltige,  von  einer  großen  Anzahl  schätzen  gelernt
^  längst  anerkannter  Künstler  beschickte  Aus'  oder  dem  andern
Stellung  füllt  einschließlich
der  im  ersten  Stockwerke
des  Hauses  untergebrachten
Architektur  (die  wir  schon
in  Heft  io  der  „Bau'  und
Wohnungskunst“  gewürdigt
haben)  nicht  weniger  als
neun  Säle.  Wie  nicht  am
ders  möglich,  fallen  dem
Besucher  insbesondere  die
drei  Sammelausstellungen
auf,  die  jeweils  ein  mehr
oder  weniger  geschlossenes
Bild  des  Könnens  ihrer
Schöpfer  geben.  Da  steht
wohl  an  erster  Stelle  lehuda
EPSTEIN,  dessen  Bilder
die  Säle  acht  und  neun  fül'
len.  Figürliches  und  Land'
schaftliches,  Genrehaftes  und
Monumentales,  nicht  zuletzt
auch  das  Porträt  zeigt  uns
denselben  reifen,  sich  seiner
Art  voll  bewußten,  starken
Könner,  den  wir  inEPSTEIN  Alfred  Waagner:  „Spielende  Knaben“

haben.  Es  wäre  schwer,  dem  einen
Bilde  die  Palme  in  der  großen  Reihe
zuzusprechen;  aber  der
Künstler  wird  wohl  selbst
seinem  „Leichenbegängnis
in  den  Lagunen“,  dem  er
auch  eine  „Vorarbeit“  und
ein  „Studium“  widmet,  die
erste  Stelle  zubilligen.  Schon
das  tiefernste,  gedankem
reiche  Thema  allein  recht'
fertigt  eine  solche  Rang'
Stellung,  zumal  heutzutage
die  Mode  alles  Gedankliche
im  Bilde  leider  fast  ganz
aus  dem  Auge  verloren  hat.
Von  entzückender  Wir'
kung,  breit  und  wuchtig  im
Vortrag,  dabei  von  über'
wältigender  Naturwahrheit
sind  die  sonnigen  Schneeland'
schäften  Friedrich  BECKS,
die  den  Saal  fünf  füllen.
Man  kann  sich  an  diesen
Variationen  eines  im  Grum
de  einzigen  Themas  gar  nicht
sattsehen.  Immer  wieder
            
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