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BAU- UND WOHNUNGSKUNST
HEFT 12
den er seinen Bildern zu verleihen pflegt, ohne deshalb
der rein malerischen Wirkung zu schaden. Muß denn
wirklich das Bild bar alles Gedankentums sein, um
sich an dem Wesen der Malerei nicht zu versündigen?
Mir dünkt, gerade TEMPLE beweist uns das Gegenteil.
Noch fällt uns im gleichen Saale Eduard VEITHS
leuchtendes Porträt der Schauspielerin Julia Kai und
Emanuel BASCHNYS nicht minder (wenn auch in
einem anderen Sinne) leuchtender „Sommertag“ auf.
Saal fünf birgt die bereits gewürdigten Landschaften
BECKS; auch in Saal sechs schreiten wir
an manch trefflichem Bilde vorbei; in Saal sieben
fesselt uns wieder Hans RANZONIS „Spätsommertag“
in seiner kontemplativen Ruhe, Eduard STELLAS
„Goldastern“, deren bewußte Stilisierung sehr
angenehm wirkt, und nicht zuletzt Rudolf GLOTZ’
„Pointillage in Tempera“, die uns verflossene Tage
liebenswürdig in Erinnerung ruft; am stärksten aber
wohl Alexander ROTHAUGS „Frühlingsreigen der
Oreaden“ und desselben Künstlers „Kentaur mit
Faunweib und Kind“, beide in farbenfroher Temperatechnik
virtuos vorgetragen.
Feldegg.
ADOLF WAAGNER.
QCHON in unseren Heften 4 und 6 haben wir
dieses Künstlers gedacht, indem wir in jenem
Hefte seine „Bogenschützen“ brachten und in diesem
Hefte eine kurze Kennzeichnung seines Wesens zu
geben versuchten, wie er uns in der Ausstellung
einer größeren Anzahl seiner Bilder in der „Kunst-['ener.
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Bei Anfragen beziehen Sie sich bitte auf die „BAU- UND WOHNUNGSKUNST“.