BAU' UND WOHNUNGSKUNST
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ben — sind es doch offen'
bar durchweg Moment'
skizzen. Etwas mehr als
flüchtige dynamische Im.'
pression liegt in der von
uns gebrachten Studie einer
sitzenden Dame. Hier
scheint sich etwas wie ein
wirkliches Porträt vorzu'
bereiten, und ich glaube,
es wäre unserer Kunst'
lerin anzuraten, sich mit
der Porträtkunst etwas ein'
gehender zu befassen. Sie
wird Erfolge erzielen, ZU'
mal auf dem Gebiete der
Pastelltechnik. Nicht um
erwähnt lassen möchte ich
zum Schlüsse Grete Seipts
Zeichnungen zu etlichen
Theateraufführungen, so
zu „Peer Gynt“ und zu
„Faust“ im „Deutschen
Volkstheater“, und wäre
es nur, um ihre ehrliche
Begeisterung für alles
Theater zu kennzeichnen,
von dem sie selber sagt,
daß es „sie stets anzog,
wie nur weniges“. Daß sie
auf diesem Gebiete die
modernen Autoren und
modernen Darsteller weit'
aus bevorzugt, kann man
ihr füglich als einer jungen
Grete Seipt
Porträtskizze.
Künstlerin zugute halten.
Reiferes Denken wird auch
Grete Seipt mit den Jah'
ren von dieser Einseitig'
keit befreien, so wie sie
sich schon jetzt zu ihrem
Heile (und das ist weit
wichtiger) in ihrer eigenen
Kunst von allen Verrückt'
heiten, Torheiten und Ge'
schmacklosigkeiten derMo'
de = „Ismuse“ fernzuhal'
ten verstanden hat.
v. F.
*
EINE KUNSTSCHENKUNG
DES
FÜRSTEN LIECHTENSTEIN.
Eine italienische Plastik aus
dem Cinquecento.
Wie wir erfahren, hat der
regierende Fürst Liechtenstein,
der die Wiener Sammlungen
schon oft in so munifizenter
Weise mit kostbaren Wid'
mungen bedachte, dem öster-
reichischen Staate neuerdings
eine großartigeKunstschenkung
zugedacht.
Es ist dies eine Tonplastik
eines Schülers des berühmten
italienischen Bildhauers Dona-
tello, der von 1386 bis 1466 in
Florenz lebte. Das interessante
Werk stellt einen italienischen
Vaganten dar.
)
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