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Beilage zu Zentralanzeiger Nr. 60 vom 30. Juni 1916. 
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2 Stephan splatz 
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Schulbank Nr. 12452. 
Diese neue Schulbank wurde infolge ihrer praktischen und soliden Bauart von 
Fachmännern des Schulwesens für äußerst zweckmäßig befunden. 
Ein großer Nachteil der althergebrachten Schulbänke war, daß das Pult in genügend 
großer Entfernung vom Sitze angebracht sein mußte, um den Schülern das Aufstehen 
in der Bank zu ermöglichen. Die Folge hievon war, daß die Schüler in der Regel eine 
der Gesundheit höchst nachteilige vorgebeugte Haltung einnahmen. 
Bei unserer Bank ist jedoch der Sitz aufklappbar und das Pult konnte folgerichtig 
diesem so nahe gerückt werden, daß dem Schüler das Geradesitzen und bequemes 
Anlehnen an die Rücklehne nicht nur ermöglicht, sondern geradezu zur Notwendig» 
keit wird. 
Der aufklappbare Sitz erlaubt den Schülern bequem aufzustehen, "ohne aus der 
Bank heraustreten zu müssen. Durch das Aufstehen wird der Sitznachbar nicht gestört, 
da sich das Aufklappen des Sitzes ohne Erschütterung und auch vollkommen geräusch 
los vollzieht. * 
Da jede Schulbank nur auf zwei Füßen montiert ist, die ohne Sockelleisten unmittelbar 
auf dem Fußboden ruhen, kann eine gründliche Reinigung des letzteren vorgenommen 
werden, ohne die Bänke verschieben zu müssen. Auch die Fächer können leicht gereinigt 
werden, da sie seitlich offen sind. 
Die einzelnen Bänke werden zwischen den beiden Sitzen mittels eines massiven 
Verbindungsholmes untereinander verbunden, der gleichzeitig auch die Trennung der beiden 
nebeneinander befindlichen Sitze bildet. 
Die hauptsächlichsten Teile der Bank sind, um möglichst große Haltbarkeit zu 
erreichen, aus hartem Holze und nur die Sitztragleisten, die Sitze, die Fachplatten und die 
Rücklehnbretter aus weichem Holze ausgeführt. ^ 
Ein besonderer Vorteil ist die leichte Aufstellbarkeit der Schulbänke. Durch die 
Verbindungsholme werden sämtliche Bänke eines Bankblocks untereinander verbunden. 
Infolgedessen braucht nur die erste und die letzte Bank auf dem Fußboden befestigt 
werden, um das Verrücken der Bänke zu verhindern. Die Bänke werden schon von uns 
zimmerweise nach dem Aufstellungsplane zusammengestellt und numeriert, so daß sie in 
den Klassenzimmern leicht aufgestellt werden können. 
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