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Zentral-Anzeiger Nr. 100
Kommerzie11 er Toi 1
KOMMERZIELLER-TEIL.
NO. 100 DES ZENTRALANZEIGER.
Seit im Jahre 1003 der erste Zentralanzeiger durch Herrn Zentraldirektor Nor
bert Rotter herausgegeben wurde, hat unser Konzern, unser Arbeitsprogramm und unsere
Verkaufsorganisation viele Wandlungen durchgemacht.
. Wir möchten die Auflage der 100. Nummer unseres Zentralanzeigers nicht vorüber
gehen lassen, ohne alle Angehörigen des Konzerns zu bitten, auch weiterhin an die
sem für alle Stellen so wichtigen und unentbehrlich gewordenen Nachschlagewerk rege
mitzuarboiten.
BUGHOLZSESSEL ALS WOHNUNGSMÖBEL
In den Vorkriegszeiten gab cs wenig Privatwohnungen, in welchen nicht unsere
Bugholzsessel Verwendung gefunden hätten.
Leider hat sich die breite Masse des Privatpublikums immer mehr und mehr vom
Bugholzsessel abgewandt.
Massgoblich dafür waren Goschmack- und Modeströmungen, vielfach aber der Ein
fluss der Architekten, die das Schlagwort prägten, dass das Sitzmöbol aus gebogenem
Holze wohl gut sei für Restaurants und dergleichen, nicht aber für Wohnungen.
Dazu kamen auch noch die Bestrebungen, alle Materialien möglichst im Naturzu
stände zu belassen, oder aber die Holzstruktur ganz zu verdecken; jedenfalls aber
nicht z.B. Buchenholz durch Beizen unb Polituren so zu behandeln, dass sie edle Holz
arten wie Mahagoni, Nuss etc. Vortäuschen.
Es ist jetzt schon ein recht erfreulicher Umschwung in der Meinung der mass
geblichen Architekten und dergleichen zu verzeichnen. Dank der Bemühungen unserer
deutschen Verkaufsorganisation - wobei sich wieder Frankfurt in ganz besonderer
Weise anstrengte - ist cs wieder gelungen führende Architekten auf unsere Bugholz
modelle aufmerksam zu machen.
Die Beteiligung an den diversen Ausstellungen des Werkbundes haben sehr schö
ne Erfolge gebracht; der Thonetstuhl ist wieder ( in Deutschland wenigstens ) ein
ziemlich begehrtes Wohnungsmöhe1 gowordon.
Es wird nun für die Verkaufstellen gewiss von Interesse sein zu erfahren, wo«.
für sich die modernen Architekten in erster Linie interessiert haben:
FARBAUSFÜHRUNOEN.
Die Farben, die die Struktur des Buchenholzes vollkommen verdecken, werdon be
vorzugt. Es sind dies: schwarz mattiert oder Ocl- und Spritzlack in den diversen Farb
tönen. ( Velvetausführung )
Auch die hellen Farbtöne, d.s. hellnuss ( 3 ), mahagoni ( 6 ) und grau poliert,
ferner natur Buche, Pariser licht, lassen die Architekten noch gelten. Als vollkommen
abwegig werden aber diejenigen Farben bezeichnet, die eine edle Holzart vortüuschen
sollen, also mahagoni 7, mahagoni 9, nuss 5, etc.
MODELLE.
Nachstehend eine Zusammenstellung jener Modelle, die in Deutschland von mass
geblichen Architekten als besonders geoignet für Wohnungszwocke bezeichnet werden:
Fauteui 1
Stuhl
Fauteuil
Fauteuil
Stuhl
Fauteuil
Stuhl
A 60 F grau lackiert, mit rotem Leder gepolstert
A 63 rot lackiert
A 63 F Velvet rot
A 64 F grau
A 283 schwarz
A 403 F schwarz Holzsitz
A 500