MAK

Volltext: Monatszeitschrift VI (1903 / Heft 6 und 7)

 
Toilettetisch, Mahagoni, poliert. mit Bronzebeschlägen 
Arbeit aufnahm. In den Rahmen dieser Arbeit fällt auch die Bemalung einer 
I-Ioftoilette für die Prinzessin Zenicheff. Conder ist viel gereist, obgleich er 
lange Zeit in Paris und in anderen Orten zugebracht, und dies erklärt 
zweifellos den exotischen Charakter seiner Arbeit, in welcher man nur eine 
einzige Andeutung des angelsächsischen Elementes finden kann. Und das 
ist die Würze des englischen Humors des XVIII. Jahrhunderts, desselben 
Humors, welcher Hogarth und Rowlandson, Swift und Sterne anregte, der 
Welt ihre unsterblichen Satiren auf ihre Torheiten {zu hinterlassen. 
Ich habe Conder nie persönlich begegnet. Ich beeile mich auch nicht ihn 
kennen zu lernen, wie sehr ich auch immer sein Werk bewundern mag, denn 
einer der I-Iauptreize der Malerei ist der Zusammenhang, der sich zwischen 
dem Künstler selbst und dem Medium, durch welches er sich zu erkennen 
gibt, vermuten lässt. 
Im Verkehr des täglichen Lebens mögen sich tausend Umstände finden, 
welche falsche Eindrücke zurücklassen und so die unabhängig entstandenen 
Ideen zerstören. Es ist meine feste Überzeugung, dass im allgemeinen jene 
Theorien der Wahrheit am nächsten kommen, welche aus dem Gewirre 
abstrakter Deduktion losgelöst werden.
	        

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