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Volltext: Monatszeitschrift XIII (1910 / Heft 2)

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vermochten, und gegenüber den impulsiven, wenn auch in Gärung befind- 
lichen modernen Bestrebungen wirkt die Vorführung gewisser Versuche der 
siebziger und achtziger 
Jahre als ein Wagnis, das 
nicht zugunsten dieser 
Epoche gelang. 
Einer der leitenden 
Gedanken, welche dem 
Werke zugrunde liegen, 
ist, weiteren Kreisen ein 
klares Bild der Ent- 
wicklung des Kunstge- 
werbes in dem Sinne zu 
geben, daß es das Ver- 
ständnis der modernen 
Entwicklungsphase för- 
dern solle. 
Es will ein Hand- 
buch sein für die vie- 
len, welche dem über- 
raschenden Aufschwung 
der angewandten Kunst 
in unseren Tagen gefolgt 
sind und sich dabei über 
die Vorgeschichte Rechen- 
schaft ablegen wollen, um 
die Zeitgeschichte besser 
zu verstehen. 
Es besteht kein 
Zweifel, daß diese wert- 
volle moderne Plattform, 
von der aus die kunst- 
gewerblicheEntwicklung 
überschaut werden sollte, 
zu einer gewissen Re- 
serve verpfiichtete. Der 
künstlerische Maßstab, 
der an die besprochenen 
und vorgeführten Werke 
gelegt wurde, ist dabei 
nicht immer hoch genug 
Vergoldete Flasche und Schale mit Email 
gegriffen worden. Hingegen ist das Bestreben, abgerundete Bilder ganzer 
Kulturepochen zu geben, sehr anerkennenswert. Man hat bisher vorgezogen, 
die kunstgewerbliche Entwicklung nach handwerklichen Grundsätzen zu 
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