MAK
Nr. 7 
Internationale Sammler-Zeitung. 
Seite 77 
Fremde Literatur. 
305 Molieres Lustspiele, 6 Bände 1805/6 100 
306 Racine, Oeuvres cömpletes r 35 
312 Voltaire, Oeuvres compl, 1883—85 250 
Geschichte, Kunst etc. 
316 Beschreibung der bisher bek. böhm. Privatmünzen 75 
321 F e r r a r i o, 11 costume antico 130 
348 S e g u r, Napoleon 80 
354 Roberts, The Holy Land 120 
391 Christoffel, Meisterwerke engl. Schabkunst 170 
396 Dickens, Dealings with ... 65 
401 Cervantes, Don Quixote mit lllustr. von Dore 65 
412 Ger lach, Das alte Buch v 30 
416 G ö b c 1, Wandteppiche 40 
430a Hogart h, Kupferstiche 90 
432 Victor Hugo, Oeuvres ' 110 
433 Hyperion, J. I., 11. HO 
435 Die Insel, J. 1 u. 2 110 
444 Das Kupferstichkabinett 55 
446 L e i s c h i n g, Bildnisminiatur in Oesterreich 550 
454 K u g 1 e r - M e n z e 1, Gesch. Friedrichs d. Gr. 320 
455 Moliere, Oeuvres compl. 120 
457 Mozarts Requiem, Nachbildung 50 
470 Ludwig Bechsteins Märchenbuch mit Zeichnun 
gen von Richter 460 
479 S i n ge r, Franz. Buchillustrationen 65. 
480a Thackera y, The Newcomes 75 
481 Tausend und eine Nacht, 1. A. 75 
482 Tietze, Die Denkmale des Bez. Krems 45 
483 Ders., Die Denkmale des Bez. Melk 28 
484 Ders., Die Denkmale der Bez, Eggenburg und Geras 15 
485 Ders., Die Denkmale des Bez. Horn 19 
486 Ders., Die Denkmale des Bez. Waidhofen a. d. Thaya 45 
496 B o g e n g, Die großen Bibliophilen 110 
498 B r u n e t, Manuel du Librairie 30 
507 Zeitschrift für Bücherfreunde, J. 1, 3, 4 85 
BILDER. 
(Der Corregio aus Schloß Hellbrunn.) 
Wir haben seinerzeit gemeldet, daß Dr. Herrn. Voß vom 
Berliner Kaiser Friedrich-Museum im Herbste 1926 im Schloß 
H e 11 b r u n n bei Salzburg ein Madonnenbild von Cor- 
regio entdeckt hat. Nun erfährt man, daß die Stadt 
gemeinde Salzburg als Eigentümerin von Schloß Hellbrunn 
das Gemälde nach München verkaufte, von wo es jetzt um 
den Betrag von 80.000 Mark für die Wiener staatlichen 
Museen zurückgekauft wurde. Es werfen sich nun folgende 
Fragen auf: 1. Warum hat das Bundesdenkmalamt die Aus 
fuhr des Corregio zugelassen. 2. Um welchen Betrag wurde 
das Gemälde nach München verkauft und 3. weshalb hat das 
österr. Finanzministerium nicht schon damals das Gemälde 
erworben. Doch nicht deshalb, weil es damals wahrscheinlich 
billiger zu haben gewesen wäre. 
(Ein Giorgione-Fund in Budapes t.) Man 
schreibt uns aus Budapest: Im Museum für schöne Künste 
hängt ein Bild „Die Hirten vom Berge Ida“, das bisher als 
zeitgenössische K o p i e eines Werkes von Giorgione galt. 
Der englische Kunstschriftsteller Sir Martin Conway hat. 
nun nach längeren Nachforschungen, bei welchen ihn unga 
rische Kunstgelehrte unterstützten, festgestellt, daß es sich 
um ein Originaljugendwerk Gi o r g i o n e s handelt 
und nicht um eine Kopie. Giorgione hat das Bild im Alter 
von achtzehn Jahren gemalt. Das Bild stammt aus der 
Sammlung des als Dichter bekannten Kardinals Pyrker, der 
es dem Nationalmuseum geschenkt hat. Der Wert wird auf 
40.000 bis 50.000 Dollar geschätzt. 
NUMISMA TIK. 
(M ü n z e n f ü n d.) Aus Linz (Oberüsterreicb) wird 
uns gemeldet: Der Besitzer der Bachmühle in Sinzing bei 
Obermiething Franz Koggenberger räumte dieser Tage 
seine Holzhütte auf. Er wollte dabei auch eine alte Holz- 
truhe entfernen. Als er mit Hilfe eines Burschen die Truhe 
hob, rollten aus derselben plötzlich Silberstücke. Bei genauer 
Nachschau fanden die beiden in einem geheimen Fache 1134 
Kilogramm Silbermünzen aus den Jahrein 1650 bis 1856, im 
ganzen 6000 Stück, darunter 4000 Stück alte Zwanziger. Der 
Rest besteht aus verschiedenen österreichischen, bayerischen 
und salzburgischen Münzen. 
PH ILA TEL IE. 
(N e u h eite n.) Litauen. Anläßlich des zehnjährigen 
Bestehens ist eine Gedenkserie — sieben Werte - 5 C. braun 
und grau-grün, 10 C. violett und schwarz, 15 C. orangerot und 
braun, und 25 C. blau und schwarz mit dem Bildnis des Präsi 
denten Smet o n a erschienen. Auf der Marke zu 50 C. ultra 
marin und braun und 60 C. karmin und schwarz sieht man 
eine nackte Gestalt, die in der rechten Hand ein Schwert, 
in der linken ein Doppelkreuz emporhebt. Der höchste Wert 
zu 1 Litäs zeigt eine allegorische Figur, die über dunkeln 
Dämonen schwebt. Französische Post in 
Marokk o. Die Marke zu 20 C. hat ihre Farbe auf violett 
und die Flugpostmarke zu 60 C., die bisher lilabraun war, auf 
rotbraun geändert. — M o n a c o. Mit dem Bilde der drei 
letzten Fürsten von Monaco wurden anläßlich der jüngst 
stattgefundenen philatelistischen Ausstellung drei Erin- 
neru.ngsmarken: 50 C. rot, Fr. 1.50 blau, und 3 Fr. violett aus 
gegeben. — N i k a r a g u a. Die Werte A C. grün, 1 G. pur- 
pur, 1 C. violett, 2 C. karmin, 3 C. dunkeloliv, 4 C. ziegelrot, 
5 C. schwarz, 6 C. sepia, 10 C. gelb, 15 C. rotbraun, 20 C. 
braun, 25 C. orange, 50 C. hellblau und 1 Cordoba schwarz 
braun sind mit dem Aufdruck „Rescllo 1928“ erschienen. — 
Peru. 2 Centavos olivgrün hat ihre Farbe auf schwarzoliv 
geändert. -- Polen. 25 Groszy ocker mit dem Bilde des Mar 
schalls $ i I s u d s k i. — Rußlan d. Der 10jährige Griin- 
durigstag der Roten Armee wurde durch Ausgabe von Er 
innerungsmarken gefeiert.. Die Marken 8 Kopeken rotbraun, 
14 K. blau, 18 K. rot und 28 K. grün zeigen verschiedene 
Soldatenbilder. Schweiz. 10 Rappen in geänderter 
Farbe: blaugrün auf sämisch. —Surinam. Die braune 734- 
Cent-Marke hat ihre Farbe auf rot geändert. — S ü d a f r i k a. 
2 Pence violett und schwarz. — T u n i s. 25 Centimes lila und 
75 C. rotviolett. — Ungarn. Auf Papier mit dem neuen 
Wasserzeichen 8 Filler lila. 
(12 Millionen Ibsen-Marke-n.) Am 20. März, 
Ibsens hundertstem Geburtstage, hat die norwegische Post 
12 Millionen Ibsen-Marken ausgegeben, und zwar 3 Mil 
lionen zu 10 Oere (grün), 2 Millionen zu 15 Oere (braun), 
5 Millionen zu 20 Oere (rot) und 2 Millionen zu 30 Oere 
(blau). Die Ibsen-Marken sind mit dem Bildnis des Dichters 
geschmückt, das den Platz einnimmt, auf dem sich sonst der 
Löwe befindet. Ueber dem Bilde stellt der Namenszug des 
Dichters; in der rechten Ecke sind die Jahreszahlen „1828— 
1928“ angebracht. 
(P h i 1 a t e 1 i s t e n t a g e.) Vom 5. bis 7. Mai findet in 
Neapel der Fünfte italienische Philatelistentag und am 
6. Mai in Hage n der Achte westdeutsche Philatelistentag 
statt. 
VERSCHIEDENES. 
(A4brecht-Dürer-Stiftung.) Aus Nürnberg 
wird uns gemeldet: Aus Anlaß der bevorstehenden Dürer- 
Feier haben sich die Stadt Nürnberg, das bayerische Kultus 
ministerium und das Reichsministerium des Innern gemeinsam 
zur Errichtung einer Albrecht-Diirer-Stiftung fiir 
Unterstützung deutscher Künstler entschlossen. Die Stiftung 
soll ihren Sitz naturgemäß in Nürnberg erhalten und von 
einem Kuratorium, dem auch Künstler angehören, verwaltet 
werden. Zur Stärkung des Stiftungskapitals will man auch 
lllgemeine Sammlungen und eine Lotterie veranstalten, für 
welche die Erteilung der Spielerlaubnis bevorsteht. 
(Galerie Del Vecchio in Leipzig.) Im April 
eröffnet die Galerie eine hochinteressante Austeilung „Die 
Bibel“ von Professor Abel Pann (Jerusalem). Die Ausstel 
lung, die zirka 160 Werke umfaßt, wurde in vielen großen 
Städten, wie Berlin, Wien, Paris, Lyon, Brüssel, London und 
Chicago mit großem Erfolg gezeigt. 
(Elise K ü c h 1 e r - G e n t h f.) In Fra n k fur't a. M. 
starb im Alter von 78 Jahren die Ehrenbürgerin der dortigen 
Universität, Frau Elise K ü c hl e r - G e n t h. Sie und ihr vor 
etwa zehn Jahren verstorbener Gatte Eduard Küchler waren 
mit Richard Wagner und dem Hause Wahnfried befreundet 
und auch treue Freunde und Förderer Hans T h o m a s. Nach 
dessen Tode, gründete Elise Küchler-Genth im Jahre 1925 in 
Frankfurt das Hans-Thoma-Museu m, das vierzig 
Oclgemnlde Thomas und nahezu seine gesamte Graphik ent 
hält; das damit verbundene Archiv weist zahlreiche persön 
liche Erinnerungen an Thoma auf und sammelt seine schrift 
lichen Aeußerungen. 
(Eine Gewandstatue Adam Kraft s.) Das 
Kunstauktionshaus Jac. H e c h t in B e r 1 i n teilt uns mit, daß 
der bekannte Kraft- und Stoß-Forscher Dr. Berthold D a u n 
eine steinerne Gewandstatue entdeckt, hat, die er als eine 
echte und charakteristische Arbeit des Nürnberger Bildhauers 
der Dürerzeit Adam Kraft bezeichnet. Da außer dem Ger 
manischen Museum zu Nürnberg und dem Kaiser-Friedrich- 
Museuni in Berlin keine andere öffentliche Sammlung ein 
Stück Kraft’scher Kunst besitzt, ist der Fund Dr. Daun’s um 
so bemerkenswerter. Die Beweisführung für die Echtheit der 
Statue ist überzeugend. Die. Gegenüberstellung der Sand 
steinfigur, die eine nicht mehr bestimmbare Fleilige darstellt, 
mit dem Engel mit den Kreuzesnägeln am Tabernakel zu
	        

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