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Volltext: Alte und Moderne Kunst VIII (1963 / Heft 68)

 
Breslauer Künstler der l. Hälfte des 18. Jahrhunderts, 
ein virtuoser Techniker mit schöpferischer Begabung 
für das Dekorative. Duch liißt er Individualität und 
eigenen Stil vermissen. Stand er anfangs unter dem 
llintluß der barocken Kunst der ßrokoßs, so kündet 
sich in den leichteren und anmutigen Formen seiner 
Spätwerkc bereits das Rokoko an. 
Ein bisher verhältnismäßig wenig bekannter und 
wenig geschätzter Bildhauer war Josef iwlangoldt. 
Wir wissen nicht allzuviel über ihn, und das wenige 
ist zumeist noch hypothetisch. Wahrscheinlich aus 
Bayern stammend, kam er jung nach Brünn, wo 
er im Jahre 1700 Meister wurde. Er dürfte sich dann 
in Prag aufgehalten haben, da seine späteren Werke 
an Brokuff erinnern. In Breslau trat lklanguldt erst- 
mals um l727f28 mit zwei Alabasterrelicfs für 
die Kanzel der Llniversitätskirche hervor. Gleich- 
zeitig betrauten ihn die Jesuiten mit der innen- 
ausstattung der Kapelle des hl. Franz Xavcr, wofür 
er zwei große Alabasterreliefs lieferte, die eine 
Begebenheit aus dem Leben des Heiligen und dessen 
Tod (Abb. 22) darstellen; außerdem führte er die 
Figur eines Mohrenatlanten und Stuckurnamente 
aus. ln den Jahren 1730,61 entstand eine seiner 
schönsten Arbeiten, die plastische Ausstattung der 

	        

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