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Volltext: Alte und Moderne Kunst XXII (1977 / Heft 153)

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außerdem als eines der „Zentren aus der Zeit" 
prädestiniert war, diese Ausstellung hier zu veran- 
stalten. Er betonte, wie wichtig es ist, solche 
Ausstellungen in so umfassender Form darzustellen, 
weil: ,Die Möglichkeit schließlich, solche 
europäischen Austellungen wie diese zu veran- 
stalten, ist ein weiteres Instrument des Europarates, 
sozusagen eine Waffe aus unserem Arsenal der 
Freiheit, bei dem Papier zumindest in der Logistik 
keine geringe Rolle spielt". 
Gleichzeitig ist diese Ausstellung einJubiläum, denn 
die Idee, im Rahmen des Europarates Kunstausstel- 
lungen zu veranstalten, ist nahezu auf den Tag 
25 Jahre alt. So ist denn auch mit dieser 15. Kunst- 
ausstellung des Europarates eines gewährleistet: die 
Verteidigung und Erhaltung gemeinsamen kulturellen 
Erbes. Die kulturelle Identität der Völker und 
Länder als eine Stütze des Fortschrittes werden 
 1 Karl Plattner, Killer, 1976l77, TemperalPergament 1 Egtrlglzdhghgiirägimgas kranke Kind (Ausschnitt), 1596, 
mehr 19 europäischen Staaten im Europarat bilden. ' c 
So hofft man. (Abb. 8.) ' ' 
Udine - Biennali d'Arte Antica 
In der Villa Manin di Passariano wurde diesen 
Sommer durch zwei Ausstellungen neuerlich Hilfe 
und Unterstützung für das Bestreben, Friaul 
wiederaufzubauen, geleistet. Diesen Sommer auch 
konnte man nahe Wien in dem Wachaustädtchen 
Dürnstein unter den gleichen Auspizien „Meister- 
werke der Kunst in Friaul" zeigen. Erschütternd 
und eindrucksvoll zugleich, historisch so eminent 
bedeutenden Orten auf Fotos zu begegnen, als 
Ruinenlandschatten. Noch einmal verspürt man die 
Tragik dieses Elementarereignisses, das 1976 die 
mitteleuropäischen Menschen vor allem erschütterte. 
Die Falgeausstellung in der Villa Manin umfaßt 
mit 100 Werken einen Zeitraum von sieben 
Jahrhunderten aus den Bereichen der Malerei, 
Bildhauerei und Goldschmiedekunst. Hauptzweck 
des Unternehmens ist, bei allen zuständigen Stellen 3 Vier deutsche Keramiker am Werk: Heinrich, Koppen- 4 Skulpturen aus dem lsenheimer Altar: 
die feste Absicht kundzutun, daß Friaul im alten wie? K"I'"' Overkmg Lundedelmnn" "m1 Bnue" "üigcmm 
Glanz - allen Hindernissen zum Trotz - wieder 
auferstehen muß. 
  
  
Zagreb - Österreichisches Kulturinstitut 
In diesem Sommer war ein philosophisches 
Symposium, das Wittgenstein und dem Wiener 
Kreis gewidmet war, hier veranstaltet worden. 
Praktisch iede österreichische Universitätsstadt 
war hierbei vertreten, und Rudolf Haller, Graz, 
leitete dieses ein, indem er feststellte, daß Wittgen- 
stein das Denken der Philosophie „Wie ein 
Erdbeben" erschütterte. Es entwickelte sich ein 
fruchtbares Gespräch sowohl von seiten der 
österreichischen wie auch der iugoslawischen 
Gelehrten, wobei sich herausstellte, daß man der 
analytischen Philosophie wachsendes Interesse 
entgegenbringt. Mit bis herauf in die Gegenwarts- 
philosophie reichenden Strömungen befaßt, stellte 
sich letzten Endes doch die einigermaßen _ l 
 5 gxlalcüagweysvjräiault, weiblicher Clown, 1975-1975, 6 Amadea Modigliani, Nuda, um 1908, ÖllLeinwand, sign. 
gewesen war. l 
 
leopold netopil 
Bundesministerium für Wissenschaft t 
und Forschung 
Besucherstatistik der staatlichen 
Museen und Kunstsammlungen 
1976l77 
Das Bundesministerium für Wissenschaft 
und Forschung gibt bekannt, daß in den ihm 
unterstehenden staatlichen Museen und 
Kunstsammlungen in den Monaten 
Mai 146.751 l 
  
Juni 152.192 
Besucher gezählt wurden.  
7 Peter Tomschiczek, Insel Lasini, UllLeinwand B Georges Grosz, Republtcan Automatans, 1920, 
Museum of Modern Art, New York 
 
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