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Volltext: Alte und Moderne Kunst XXVI (1981 / Heft 177)

177  kunsf 
alte und moderne kunst 26. Jahrgang 1981lHeft 177 
Kurt Ftossacher 
Die Weisheit beugt sich den Fesseln der Liebe - 
Eine verschollene Allegorie des Prager Hofmalers 
Bartholomäus Spranger . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 1 
Hanna Egger 
Die Frage nach dem lnventor des Bildprogramms 
von Stift Altenburg und die lkonographie der Sakristei .. . 7 
W.F. Volbach 
Eine romanische Pyxis im Diözesanmuseum zu Mainz ... 11 
Victor H. Elbern 
Alltägliches aus Byzanz . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .. 13 
J.F. Hayward 
A Nederlandish design for a parade shield . . . . . . . . . . . .. 16 
Franz Windisch-Graelz 
Neues zum Werk von Ludwig Heinrich Rohde . . . . . . . . . .. 20 
Dora Heinz 
Wiener Stickereien des 18. Jahrhunderts 
und ihre Vorlagen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 24 
Gregor Martin Lechner OSB 
Johann Andreas Wolffs Hochaltarbild in Göttweig . . . . . . 29 
Peter Vergo 
Fritz Waerndorfer as Collector . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 33 
Publikationen von Gerhart Egger . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 39 
Künstlerprofile A 
Marga Persson (von Angela Völker) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 40 
Marianne von Werther(Gerhgrt Egger und Hanna Egger) . 41 
Aktuelles KunstgeschehenlOsterreich I . . . . . . . . . . . . . . 42 
Eürden Kunstsammler D4 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .. 46 
Osterreichisches Museumfür angewandte Kunst O . . . .. 53 
Bildnachweis . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .. 49 
Titelbllder: 
Objekt aus der Koptischen Sammlung des Osterreichischen Museums für an- 
gewandte Kunst. Gewandeinsatz, frühes 6. Jahrhundert. Wolle auf Leinen, 
Buntwirkerei mit Bildniskopf und ägyptisierendem Randornament. Maße: 
30x31 cm - Wirkerei: 19,5 x 19,5 cm, 0MAKIInv. Nr. T 663 - Freskendetail 
aus dem Bildprogramm der Sakristei von Stift Altenburg „Praedlctlo boniu 
und "Providentia divinau. 
HERAUSGEBER 
Gerhart Egger - Wilhelm Mrazek - Kurt Fiossacher 
REDAKTION: OSTERREIGHISCHES MUSEUM FÜR ANGEWANDTE KUNST, 
A-1010 WIEN, STUBENRING 5, TEL. (0222) 725696. Hanna Egger (Chefredak- 
teur, verantwortlich für den Inhalt), Alois Vogel (Wiener Kunstkritik, Bundes- 
Iänderbericht), Leopold Netopil (Berichte, Umbruch, lmprimatur) 
ZWEIGREDAKTION SALZBURG: SALZBURGER BAROCKMUSEUM, A-5024 
SALZBURG, MIRABELLGARTEN, POSTFACH 12, TEL. (06222) 77432. - 
Franz Wagner (Salzburger Kunst und Kunstkritik), Kurt Rossacher (Gesamt- 
gestaltung) 
EIGENTÜMER UND VERLEGER: AMK-Verlag, A-5024 Salzburg, lmbergstraße 
Nr. 1, Tel. 73731. - HERSTELLUNG: Flauchdruck Dr. Rudolf Erhard, A-6040 
Innsbruck, Kugelfangweg 15. Bildherstellung: Wagnefsche Universitäts- 
druckerei, A-601O Innsbruck, Erlerstraße 5-7. 
Gefördert durch das Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung 
und das Bundesministerium für Unterricht und Kunst. Für unverlangte Ein- 
sendung von Manuskripten und Fotos wird nicht gehaftet. 
VERTRIEB: Rauch-Druck, A-604O Innsbruck, Kugelfangweg 15, Postfach 915. 
Banken: Creditanstalt Innsbruck, Konto "Alte und moderne Kunstu, Nr. 89-53291 
und Bankhaus Spängler u. Co., Salzburg, Konto AMK-Verlag Nr. 10045509. 
ANZEIGEN: AMK-Verlag. - ERSCHEINUNGSORT: Innsbruck 
PREIS inkl. Porto: Jahresabonnement, 6 Nummern (davon zwei Doppelhefte) 
öS 590.- inkl. MWSt. - DM 83.- - sfr 73.-, Einzelheft öS 150.- 
Rates, second class mail included, subscription 5 issues (6 numbers) per 
anno US S 42.- (by air US S 62.-) 
 
Ehrenheft für Gerhart Egger 
Die Beiträge dieses Heftes widmen Kollegen und Freunde Gerhart 
Egger aus Anlaß seines 65. Geburtstages. Nach mehr als 40 Jahren 
neigt sich damit seine aktive Dienstzeit am Osterreichischen Mu- 
seum für angewandte Kunst dem Ende zu. Dies ist AnlaB genug, we- 
nigstens in einigen Streifiichtern auf seine umfangreiche Tätigkeit in 
diesem Institut und darüber hinaus als Hochschullehrer hinzuweisen. 
Er begann seine Tätigkeit im Musealbereich in der Bibliothek und 
Kunstblättersammlung des Osterreichischen Museums, deren Direk- 
tor er seit 1968 ist. Aus der katalogmäßigen Bearbeitung, Neuaufstel- 
lung und Erschließung des gesamten Bestandes an Druckwerken vor 
1300 im Besitz des Museums und der wissenschaftlichen Beschäfti- 
gung mit dem Ornamentstich entstand eine umfangreiche ornament- 
geschichtliche Arbeit, die ihm - zusammen mit anderen kleineren 
Werken - 1955 die Habilitation an der Technischen Universität Wien 
brachte. Als einem Kerngebiet seiner Forschung fand die Beschäfti- 
gung mit dem Ornamentstich nun einen krönenden Abschluß mit der 
Neubearbeltung und Erweiterung des fllnfbändigen Standardwerkes 
von Rudolf Berliner "Ornamentale Vorlagebiätterii, das vor allem in ei- 
nem 6. Band bis 1910 heraufgeftlhrt wurde. Mit Freude und Stolz darf 
der Autor das Erscheinen dieses großen Werkes erwarten, das ein un- 
erläßliches Nachschlagewerk durch ein neues und größeres ersetzen 
wird. 
Als zweites besonderes lnteressen- und Arbeitsgebiet ist die Spätan- 
tike zu nennen. Verschiedenen Phänomenen dieser probiemreichen 
Epoche der europäischen Kunstgeschichte sind vor allem die fünf 
großen Aufsätze im Jahrbuch der kunsthistorischen Sammlungen in 
Wien (1955, 1956, 1959, 1965, 1968) gewidmet. In der von ihm für Wien 
organisierten großen Ausstellung "Frühchristliche und koptische 
Kunstu (1964) konnte er diese Thematik auch einem breiten Publikum 
vor Augen führen. innerhalb der Sammlungen des Osterreichischen 
Museums lag sein besonderes Augenmerk und Interesse auf dem 
sehr bedeutenden Bestand an koptischen Textilien. Aus ihrer Bear- 
beitung gingen mehrere Aufsätze sowie in der Reihe der Publikatio- 
nen des Museums der Band i-Koptische Textilienu (1967) hervor. Auch 
diese Sammlung wurde 1968 seiner Direktion unterstellt. in der von 
ihm geplanten Neuaufstellung des Museums wird sie erstmals einen 
eigenen Raum innerhalb der ständigen Schausammlung erhalten. 
Von Kunst und Kunsthandwerk der Spätantike führten zahlreiche Pro- 
bleme auch zur Beschäftigung mit der byzantinischen Kunst und de- 
ren Verhältnis zur spätrömischen. (Kunst der Ostkirche, Landesaus- 
steiiung im Stift Herzogenburg, 1977.) Ausgehend vom frühchristli- 
chen Kirchenbau erschloß sich in der Architekturgeschichte das drit- 
te weitgesteckte Forschungsgebiet, das vor allem im Rahmen der 
Lehrtätigkeit an der Technischen Universität in den Vordergrund trat. 
Als umfangreichstes Werk ist hier die "Geschichte der Wiener Archi- 
tektur von der Renaissance bis zum Klassizismus" (zusammen mit 
R. Wagner-Rieger, Verein für Geschichte der Stadt Wien 1978) zu 
nennen. 
Stets verband sich die wissenschaftliche Forschungsarbeit in einzel- 
nen spezieiien Fachgebieten mit der akademischen Lehrtätigkeit, die 
die gesamte Kunstgeschichte einschloß. Diese übte er von 1956 bis 
1974 an der Hochschule für angewandte Kunst und seit seiner Habili- 
tation (1955) an der Technischen Universität in Wien, wo er 1979180 
auch die Lehrkanzel für Kunstgeschichte supplierte. Nicht unerwähnt 
darf in diesem Zusammenhang auch seine ausgebreitete Vortragsta- 
tigkeit bleiben, zu der ihn seine universelle Beschäftigung mit kunst- 
historischen Problemen und ein hervorragendes rhetorisches Talent 
geradezu pradestinierten. 
Seine zweifache akademische Ausbildung als Jurist und Kunsthisto- 
riker hat Gerhart Egger eine besonders gute Basis für die Bewälti- 
gung verschiedenster Aufgaben im Musealberejch gegeben und ihn 
zur Leitung eines großen Institutes wie des Osterreichischen Mu- 
seums hervorragend qualifiziert. Die erfolgreiche Organisation und 
Durchführung zahlreicher, zum Teil sehr großer und komplizierter 
Ausstellungen in- und außerhalb des Osterreichischen Museums, die 
Schaffung eines eigenen Ausstellungsraumes der Kunstbiätter- 
sammlung und die Gründung und Herausgabe einer eigenen Schrif- 
tenreihe der Bibliothek des Osterreichischen Museums 1969, die be- 
reits 22 Publikationen, davon 10 von Ihm selbst (Publikationsverzeich- 
nis auf S. 39) umfaßt, seien dazu erwähnt. Das größte Proiektuaber ist 
die Neuaufsteiiung der gesamten Schausammlungen des Osterrei- 
chischen Museums. im Saal des Hochmittelaiters sowie in der jahr- 
zehntelang als Desideratum empfundenen und nun endlich venuirk- 
lichten Schaffung einer ständigen Präsentation des Kunstgewerbes 
des 20. Jahrhunderts sind bereits vielversprechende Leistungen vor- 
handen. Die Gestaltung dieser beiden Eckpfeiler der historisch auf- 
gebauten Schausammlungen macht die Weite seiner universalen Be- 
trachtung der Kunstgeschichte auch im Musealbereich sichtbar. 
Nicht nur dem Jubilar, sondern auch dem Museum und dessen Freun- 
den und Besuchern ist zu wünschen, daß dieser große Plan trotz der 
knapp bemessenen Zeit voll und erfolgreich verwirklicht werden 
kann. Dora Heinz 
1980 trat Gerhart Egger als Mitherausgeber der AMK an die Seite von 
Kurt Rossacher und Wilhelm Mrazek und ist damit der Zeitschrift be- 
sonders verbunden. Herausgeber und Redaktion hoffen auf Jahre 
weiterer Zusammenarbeit, daß Gerhart Eggers Forschungsarbeit un- 
gebrochen weiterläuft und er uns noch viele weitere wissenschaftli- 
che Werke schenkt,
	        

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