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Volltext: Alte und Moderne Kunst XX (1975 / Sonderheft Europäisches Denkmalschutzjahr 1975) (1975)

6 Zell an der Pram, Schloß: Festsaal, Wandge- 
mälde: Meleager und Atalante. Zustand 1974 
während der Abnahme 
7 Zell an der Pram, Schloß: Grundriß des 1. Ober- 
geschosses: Revitalisierungsentwurf von Reg.- 
berbaurat Dipl.-lng_ Karl-Heinz Hottinger 1974 
Anmerkungen 5-15 
fN. Grabherr, Burgen und Schlösser in Oberösterreich, 
Linz 1963, S. 199. 
"Mittheil. der k. k. Central-Commission, N. F. XXVI (1900), 
S. 108; hier Verwedtslung mit Sahloß Riedau. 
'Diese und die folgenden Angaben basieren, wenn nicht 
eine andere Quelle ange eben ist, auf dem Material 
des Aktenardiivs des Lon eskanservatars für Oberöster- 
reich. 
' Guby (zit. Anm. 2), S. 96. 
' Frev (zit. Anm. 1), S. 125. 
"1 O. Kastner, die gefährdeten Fresken in Zell a. d. Pram, 
in: „Volksslimme", Nr. 242, vom 3. September 1939. 
ll E. Kirchner-Daberer, in: Jahrb. d. oö. Mus.-Ver. 96. Bd. 
(1952, s. a1, a. Tripp, ebenda 97. au. (1952, s. es, 
98 d. (1953), S. 86; 99. Bd. (1954), S. 76; . Tripp, 
Wiederverwendung von Burgen und Schössern, in' Osterr. 
Zeitschr. für Kunst u. Denkmalpflege Vlll (1954), S. 57. 
" gkigibiral, in: Jahrb. d. oö. Mus.-Ver. 111. Bd. (1966), 
" N. Wibiral, in: Jahrb. d. oö. Mus.-Ver., 114. Bd. (1969), 
S. 153-154; 115. Bd. (1970), S. 116; 116. Bd. (1971), S. 131; 
115. 8d. (1973), S. 144. 
" Dem politischen Referenten Herrn Landesrat Dr. Josef 
Ratzenbödr, Herrn W. Hofrat Dr. Otto Wutzel von der 
Abt. Kultur des Amtes der o6. Landesregierung, Herrn 
W. Hofrat Dr. Aldemar Schiffkorn, Leiter des Landes- 
instituts für Valksbildung und Heimatptlege in 0a, sowie 
der Fordorungsstelle des Bundes für Erwachsenenbildung 
für OUV, Frau Prof. Dr. Katharina Dobler von dieser 
Förderungsstelle und Herrn Reg-Oberbaurat DipL-lng. 
Karl-Heinz Hattinger weiß sich die Denkmalpflege zu 
besonderem Dank verpflichtet. Ebenso durch viele Jahre 
hindurch der Gemeinde Zell a. d. Pram mit ihren 
Herren Bürgermeistern Anton Stiglmayr, Josef Bauer, Ja- 
hann Reisinger und Felix Meier, sowie den Herren 
Gemeindesekretüren Paul Ornetsmüller und Rudolf Hans 
Fehrin er. 
lt K. Da 1er, Bildungszentren in Oberösterreich, in: Er- 
wachsenenbildung in Usterreich, 25. Jg., Heft 611974, 
S. 293-295; Dies., Das Schloß Zell a. d. Pram, in: 
OKA Information 411974, S. 19-21. 
da bei Wink-Fresken in Bayern ähnliche Schä- 
den festgestellt worden sind. An der Decke des 
Festsaales mußten ca. 20 Prozent des Altbe- 
standes rekonstruiert werden (Restauratoren Prof. 
P. Reckendorfer und J. Rauchegger). Die acht 
mythologischen Szenen der Wände wurden we- 
gen zu geringer Adhäsion der Grundierungs- 
schicht der Malereien auf dem Grund im Vor- 
iahr strappiert und sollen heuer nach Aufbrin- 
gung einer neuen Trägerschicht wieder appliziert 
werden (Restaurator S. Enzinger). Auch an den 
Wänden des Saales und des Stiegenhauses sind 
die Arbeiten nach nicht fertiggestellt. 
Das grundlegende Problem für das weitere 
Schicksal des Schlosses stellt aber die volle Re- 
vitalisierung und im Zusammenhange damit eine 
über die bisherigen Reparaturen hinausgehende 
gründliche Sanierung der Bausubstanz dar. Seine 
Aktualität hat zugenommen, seit die Gemeinde 
eine neue Volksschule gebaut hat und das 
Schloß im Sommer 1973 dieser Funktion enthoben 
wurde. 
Nun haben sich schon seit Jahren das Landes- 
institut für Volksbildung und Heimatpflege in 
Oberösterreich sowie die Förderungsstelle des 
Bundes für Erwachsenenbildung für Oberöster- 
reich um eine sinnvolle Verwendung des Schlos- 
ses bemüht. Das dem Institut angeschlossene 
o6. Volksbildungswerk hat sich entschlossen, 
Bildungszentren für Freizeitkurse in ländlichen 
Orten mit einem geeigneten Obiekt (vor allem 
Stift oder Schloß) oder in gesunder Umwelt ein- 
zurichten und hat in diesem Aktionsrahmen be- 
sonders für das Schloß Zell a. d. Pram gewor- 
ben, nachdem frühere Projekte (lmkermuseum, 
Innviertler Zentralmuseum usw.) sich nicht durch- 
setzen konnten. 
In dieser Situation hat die Kulturverwaltung des 
Landes das Proiekt gefoßt, im Schloß ein musi- 
sches Bildungszentrum des Landes Oberöster- 
reich einzurichten. Das Vorhaben ist eines iener, 
welche das Land als einen besonderen Beitrag 
zum Jahr des Denkmalschutzes vorsieht". Heuer 
 
 
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und im kommenden Jahr sollen nach Möglichkeit 
die bereits laufenden baulichen Sanierungsar- 
beiten, vor allem die für den Bestand der Ma- 
lerei so wichtige durchgreifende Erneuerung der 
Dachzone, zum Abschluß gebracht werden. Dann 
erst kann die Adaptierung für die neue Zweck- 
Widmung folgen. Nach diesem Entschluß laufen 
hier bereits Musikwochenenden des Volksbil- 
dungswerkes, die derzeit noch im Pfarrheim 
stattfinden". 
Grundsatz des Revitalisierungsproiektes (Abb. 7) 
ist die vollständige Wahrung der Außenerschei- 
nung und der künstlerisch gestalteten Räume: 
Festsaal mit Vorraum, Stiegenhaus, Vorhallen 
und Emporen. Das Schloß sall im Erdgeschoß 
die allgemeinen Aufenthaltsräume, im 1. Ober- 
geschoß Büro-, Vortrags- und Werkräume, im 
2. Obergeschoß und in dem an der Südseite 
unter Verwendung der alten Gaupen ausgebau- 
ten Dachgeschoß die Appartements für die Kurs- 
teilnehmer (ca. 40-50 Personen) erhalten. Der 
Festsaal ist für die Abhaltung von Konzerten, 
Ausstellungen und für sonstige besondere An- 
lässe vorgesehen. 
So steht zu hoffen, daß das begonnene Revito- 
lisierungspraiekt in Zusammenarbeit zwischen 
Land, Bund und Gemeinde in den nächsten Jah- 
ren zu einem erfolgreichen Abschluß gelangen 
kann. Es wäre eine würdige Ergänzung zu den 
ebenfalls unter Berücksichtigung des Denkmal- 
schutziahres laufenden Schwerpunktvorhaben des 
Landes am ehemaligen Ursulinenkloster in Linz, 
am Schloß Schornstein und am Stiftskomplex von 
Schlierbach. 
C1 Unser Autor: 
W. Hofrat Dr. Norbert Wibiral 
Londeskanservator für Oberösterreich 
Bundesdenkmalamt 
Rainerstraße 11 
4020 Linz aJD. 
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