MAK

Full text: Ausstellung österreichischer Kunstgewerbe 1913-1914

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dem er sich zur gemeinsamen Arbeit vereinigt 
hat, verschweigen darf. Dieses Zusammen^ 
wirken aller berufenen Kräfte wird die so 
nötige Durchgeistigung des kunsthandwerks 
liehen Schaffens und seinen Wiederaufbau im 
Sinne der wahren Bedürfnisse der Zeit durchs 
setzen und uns aus falschem Scheine zu edler 
Lebenskultur zurückführen. Die Selbständige 
machung des Handwerkes und seine Versorgung 
mit guten Entwürfen aus eigener Kraft ist das 
Ziel, dem alle unsere erzieherische Tätigkeit 
zustrebt. 
Kopien alter Vorbilder werden daher bei 
unseren Ausstellungen nicht zugelassen — auch 
deshalb nicht, weil die Öffentlichkeit durch 
Dezennien Gelegenheit hatte zu erfahren, was 
auf diesem Gebiete geleistet werden kann. Die 
Ausstellungen des Museums sollen vielmehr den 
jeweiligen Stand der technischen und künsT 
lerischen Leistungsfähigkeit der zur Edelarbeit 
Berufenen aufweisen. — Hiezu ist das Museum 
durch sein Statut verpflichtet. 
Über das Maß der Einwirkung vergangener 
Stilformen auf die eigene Produktion hat ein 
jeder Schaffender sich selbst Rechenschaft abzu= 
legen und er hat zu prüfen, wie weit hierin ge« 
gangen werden kann, ohne sich selbst aufzugeben 
und gegen die Vergangenheit und Gegenwart zu
	        
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