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Monatsschrift für Kunst und Gewerbe VIII (1893 / 11)

Bibliographische Daten

Zeitschrift

Persistenter Identifier:
1355387758001
Titel:
Mittheilungen des k. k. Österreichischen Museums für Kunst und Industrie
Herausgeber:
Selbstverlag des k. k. Österr. Museum (später Carl Gerold's Sohn)
Dokumenttyp:
Zeitschrift
Bestand:
Mittheilungen des k. k. Österreichischen Museums für Kunst und Industrie

Zeitschriftenband

Persistenter Identifier:
1359789630428_0001
Titel:
Monatsschrift für Kunst und Gewerbe VIII
Bandzählung:
1893 / 11
Dokumenttyp:
Zeitschriftenband
Bestand:
Mittheilungen des k. k. Österreichischen Museums für Kunst und Industrie
Erscheinungsjahr:
1893

Artikel

Titel:
Bibliographie des Kunstgewerbes.
Dokumenttyp:
Zeitschrift
Strukturtyp:
Artikel

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

  • Mittheilungen des k. k. Österreichischen Museums für Kunst und Industrie
  • Monatsschrift für Kunst und Gewerbe VIII (1893 / 11)
  • Einband
  • Die Ausstellung der Kunstgewerbeschule des k. K. Oesterr. Museums.
  • Ueber das Phantastische und Satyrische in der kirchlichen Kunst.
  • Angelegenheiten des Oesterr. Museums und der mit demselben verbundenen Institute.
  • Programm der Vorlesungen im k. k. Oesterr. Museum im Winter 1893/94.
  • Litteratur-Bericht.
  • Bibliographie des Kunstgewerbes.
  • Notizen.
  • Disciplinar-Ordnung für die Schüler der Kunstgewerbeschule des k. k. österreichischen Museums für Kunst und Industrie in Wien.
  • Einband

Volltext

3B. 
Inhaltes willen, -- ein Bedürfniss, das zugleich ein universaleres, nicht auf verhältnissmäßig 
exclusive Kreise beschränktes ist: das Bedürfniss nämlich nach Schmuck unserer Um- 
gebung, sei es der architektonischen, sei es der beweglichen, aus Gerathen, Möbeln, 
Kleider u. s. w. zusammengesetzten, was wir eben Alles unter der Bezeichnung nDeco- 
ration- zusammenfassen. Das Bedürfniss nach Decoration steht nicht bloß am Anfange 
alles Kunstschatfens überhaupt, sondern es behauptet sich durch alle Stilwechsel hindurch; 
ja es gibt Kunstperioden von reilster Vollendung, deren Ziele überwiegend decorative 
gewesen sind. Zum Beweise hiefür braucht blos an die hellenistische Kunst erinnert zu 
werden, welche die von der IhOhCD Kunst: der vorangegangenen classischen Periode 
des 6.-4. Jahrhs. geschaffenen mythologischen Typen und Cyklen in spielender Weise 
in die Decoration einfügt, wie wir dies fast auf jeder Wand in Pompeji beobachten können. 
Von den geschichtlichen Wandlungen der nDecoration- in diesem weitesten Sinne 
sucht Ebe als Erster ein zusammenhängendes Bild zu geben. Und zwar thut er dies als 
Architekt, dem es sich nicht um eine archäologische Abhandlung unter strengster Berück- 
sichtigung und Erörterung aller einschlägigen Streitfragen handelt, sondern der bei seinen 
historischen Rückblicken stets den Blick auf die Gegenwart geheftet hat, aus den Er- 
scheinungen verfiossener Kunstperioden die entsprechende Lehre und Nutzanwendung 
für das lebendige moderne Schaffen zu gewinnen sucht. Dieses überlegene Zurück- 
schauen von dem erhöhten Standpunkte der historisch aufgeklärten Gegenwart, das stetige 
Wechselspinnen von Verknüpfungsfaden, die zwischen Bedingungen und Erscheinungen 
früherer und moderner Kunstweisen hin- und herlaufen, verleihen dem Werke seinen 
eigenthümlicben Reiz und Werth. Auch zwischen den einzelnen historischen Perioden 
wird die vergleichende Betrachtung mit Erfolg geübt, wie z. B. zwischen romischer und 
Renaissancedecoration. Für die Bedürfnisse der Gegenwart dürfen die altorientalischen 
Stile gewiss am wenigsten Actualität beanspruchen, weshalb die Darstellung erst mit 
der griechischen Antike beginnt. Und auch diese, die mit ihren fruhmittelalterlichen Aus- 
laufen die vorliegende erste Lieferung füllt. soll nur als Einleitung zu dem eigentlichen 
Thema gelten, das mit dem romanischen Mittelalter einsetzt: eine sehr richtige Art der 
Stoifbehandlung, die sich offenbar auf die Wahrnehmung stützt, dass erst in dem Momente, 
da die Führung auf künstlerischem, wie schon einige Jahrhunderte fruher auf politischem 
Gebiete an die transalpinen, mitteleuropäischen Volker übergegangen ist, der rechte Grund 
und Boden für die allmälige Entfaltung einer neueren, wenn man will, der modernen 
Kunst, gefunden und gelegt war. Der Kern der Ebe'schen Darstellung einer Geschichte 
der Decoration ist also erst in den nächsteh Lieferungen zu gewlrtigen. Aber schon Das- 
jenige was vorliegt, lasst das Urtlieil zu, dass der Verfasser von sehr geklärten An- 
schauungen und gesunden Voraussetzungen ausgegangen ist. Er hat eich vollständig auf 
historischen Boden gestellt, lehnt Alles ab, was man aus rein abstract-ästhetischen Prämissen 
in die Decoration hineinzudeuteln versucht hat: so z. B. die sogenannten norganischen- 
Baustile und die Existenzmoglichkeit einer nabsoluten Stileinheit-i. Ebe ist überhaupt 
Feind alles akademischen Purismus; er nimmt die Erscheinungen wie sie sind und sucht 
sie aus ihrem historischen Zusarnmenhange nach vorne und rückwärts heraus zu erfassen 
und verständlich zu machen. Diese vorurtheilslosen Grundsätze im Verein mit der aus- 
gebreiteten Denltmalerkenntniss des Verfassers lassen auch von den Fortsetzungen des 
Werkes das Beste erwarten. Rgl. 
Bibliographie des Kunstgewerbes. 
(Vom I5. September bis 15. Ocxober 1893.) 
[_ Technfk u_ Aygemefnem Ae51he;ik_ Echr und unecht. (Cemralhl. für Glasind. 
Kunslgewerblicher Unterricht. E'laä";""'k '77? n- d- 43314- KWMSCVK" 
Beltz, R. Wendische Aherthümer. (Juhrb. Export kunstgewerblicher Erzeugnisse nach 
des Vereins f. meklenburg. Gesch., 58.) Amerika. (Beibl. des Bayer. Kunstgem- 
Bomches, F. Kunst und Kunstgewerbe in Vereines, 9.) 
Bulgarien. (Wr. Zzg., 2x4 H.) Fischbach, Fr. Kunslfeindliche Correce 
Breymann, A. Adam und Eva in der heilen. (Zeitschr. für Innendecon, Oct.) 
Kunst des christlichen Alterthums. gr. 8'. - - Ueber kunstgewerbliche Schul- und 
Vlll, x61. S. Wolfenbuttel,_ J. Zwissler. Prival-Atelien. (Zeitschr. für lnnendecon, 
M. z. 0:1.; n. uKunstgßwerbel.) 
Dernjuc, J. Die k. k. Akademie der bil- Heyl, Heinr. Ornementale Vorlageblimer 
denden Künste. (Gestern-Ungar. Revue, für des Freihandzeichnen. i. Heft. h.-4". 
XV, i.) eo Taf. Berlin, G. Siemens. M. 410.
	        

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