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Alte und Moderne Kunst III (1958 / Heft 3)

Bibliographische Daten

Zeitschrift

Persistenter Identifier:
1367827623198
Titel:
Alte und Moderne Kunst
Dokumenttyp:
Zeitschrift
Bestand:
Alte und Moderne Kunst

Zeitschriftenband

Persistenter Identifier:
1367982185302_0001
Titel:
Alte und Moderne Kunst III
Bandzählung:
1958 / Heft 3
Dokumenttyp:
Zeitschriftenband
Bestand:
Alte und Moderne Kunst
Erscheinungsjahr:
1958

Artikel

Titel:
TÜRKISCHE MIHRABTEPPICHE
Dokumenttyp:
Zeitschrift
Strukturtyp:
Artikel

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

  • Alte und Moderne Kunst
  • Alte und Moderne Kunst III (1958 / Heft 3)
  • Einband
  • Werbung
  • INHALT
  • VAN GOGH-AUSSTELLUNG IM BELVEDERE
  • KLEINE TEPPICHKUNDE
  • DIE TAPISSERIEN-SAMMLUNG DES KUNSTHISTORISCHEN MUSEUMS IN WIEN
  • EIN MEDAILLONTEPPICH AUS DER BLÜTEZEIT DER PERSISCHEN TEPPICHKUNST ZUR NEUERWERBUNG DES ÖSTERREICHISCHEN MUSEUMS FÜR ANGEWANDTE KUNST
  • TÜRKISCHE MIHRABTEPPICHE
  • ÖSTERREICHISCHE BILDTEPPICHE VON HEUTE
  • ÖSTERREICHISCHE INDUSTRIETEPPICHE
  • EIN UNBEKANNTES THEMA DER MARIANISCHEN IKONOGRAPHIE
  • UNSERE AUTOREN
  • Werbung

Volltext

Blumenmotiven gefüllt sind. 
Die Paneele auf den Gebetsteppichen sollten nach der Auslegung 
einiger dazu dienen, dem Gläubigen zu zeigen, wo er während 
des Gebetes Hände und Füße hinzuselzen habe. Diese Deutung 
mag im einzelnen vielleicht richtig sein, trifft aber kaum auf den 
ursprünglichen Zweck zu. Der Vergleich mit Inschriftenlep- 
pichen lehrt nämlich, daß in solchen Pancelen gerne fromme In- 
schriften stehen, wie ja auch über dem Mihrnb in der Moschee 
Insehriftbänder angebracht sind. Daraus geht hervor, daß wir 
es wie beim Mihrabmotiv so auch bei den Pnneelen mit einem ur- 
sprünglich architektonischen Bauelement zu tun haben, das aber 
nach seiner Übernahme ins Bereich des Knüpfleehnisehen die 
entsprechende ornamentale Umgestaltung erfuhr. 
Der Hauptstreifen der Bordüre enthält die Abfolge von Granat- 
zweigen, an denen die auffällig gezackten Blätter besonders her- 
(Iehetsteppich aus drm 19, jahrhundcrl. 
20-! j. 122 cm. 
Uslerrelchlsrhes Museum H}: uugevnndlr Kunst. 
 
 
vorstechen. Die Wahl dieses Motivs spricht für die Herkunft 
des Teppichs aus Giordes, und zwar dürfte er zeitlich in das 
achtzehnte Jahrhundert zu setzen sein. 
Hat sich auf dem eben besprochenen Teppich die Mihrabzeieh- 
nung des Innenfeldes den Konturen eines Medaillons genähert, 
so ist auf dem Teppich in Abb. 4 die Medaillonform zur Gänze 
durchgeführt. Wohl ist der stufenartige Giebel des Mihrab noch 
deutlich erkennbar, doch seine Langseiten sind zusammenge- 
schrumpft und durch die spiegelbildliche Wiederholung des Gie- 
bels nach unten ergeben sich die Umrißlinien eines Medaillons, 
welches in sich auf gelbem Grund ein zweites Medaillen trägt, 
das mit Blumen gefüllt ist und in Anhänger ausläuft. 
An dem letzten Beispiel fällt auf, daß die Symmetrie der Mittel- 
achsen im floralen Schmuck der Medaillons genau beachtet 
wurde, während im Hauptstreifen der Bordüre die symmetrische 
Anordnung der Querachse noch unterblieben ist. Das könnte 
europäischen Augen als Mangel erscheinen, ist aber kaum auf
	        

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“Alte Und Moderne Kunst III.” N.p., 1958. Print.
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