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MAK

Full text : Monatszeitschrift I (1898 / Heft 4 und 5)

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ihm gelingen, die Vollkommenheit des Originals nach allen Seiten

hin zu erreichen. Bin ich auch weit davon entfernt, ein Bild zu tadeln,

wenn es in gewissen Intimitäten die liebevolle Versenkung in die

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Natur docurnentirt, so muss anderseits für die decorative Erscheinung

das Vorwiegen der Nachahrne-Tendenz als durchaus schädlich

bezeichnet werden." Die Naturform ist für ihn stets nur „point de

depart", Ausgangspunkt, nicht Endzweck. Seine Meinung hierüber hat

er kurz und präcis in dem übrigens vortrefflich geschriebenen Vorworte

 zu dem Werke: „La Plante et ses applications ornementales"

niedergelegt, das seine Schüler, vor allem auch Schülerinnen - er ist

auf das „starke Geschlecht" durchaus nicht immer gut zu sprechen" y

" „Was mich betrifft, so bin ich zuversichtlich, steht rnir auch nur ein kleines Trllppchen

junger Kräfte zur Seite. Es sind frische Truppen, noch von nichts sngekränkelt, und mit Freude sage

ich es, dass sich darunter auch viele junge Mädchen finden. Was dem „starken Geschlecht" an

Pßichtgeflihl nur allzu oft rnsngelt, hier ist es vorhanden im vollsten Masse. Die Männerwelt, eitel

wie sie nun einmal ist, fühlt sich für so Vieles zu gut und hält es beinahe fllr einen Schimpf, wenn

man ihr Anderes als "Hohes" zurnuthet. Die Zeit wird weisen, wer da Recht behält: jene, die dem

Drucke der Zeir folgend keine redliche Arbeit scheuen, oder die Anderen, die eine grosse Meinung

von sich, sonst aber blutwenig Brauchbares haben."
            
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