Skip to main content Jump to sidebar
MAK

Full text : Monatszeitschrift VIII (1905 / Heft 3)


valien anderer Manufakturen Nachrichten über den

einen oder anderen der in Gera tätig gewesenen

Künstler zusammenzusuchen.

' Die künstlerisch leistungsfähigste und bedeutendste

 Fabrik ist die vom Prinzen Friedrich Wilhelm

Eugen von Hildburghausen x76o zu Kloster Veils-_

 dorf begründete, schon durch die Person ihres

Tasse von Kloster Veilsdorfer ,_ „ .

Porzellan, bemalt ml, Slom vornehmen Begründers von den ubngen durch

girlanden und Mßdßillons mir Privatpersonen, meist bürgerliche Geschäftsmänner

"du" szeglgizzänkspme" ins Leben gerufenen Manufakturen unterschieden,

zunächst eine Luxusschöpfung Serenissimi wie

Frankenthal, Fulda und Ludwigsburg. Das originellste und reizvollste

Dessin der Kloster Veilsdorfer Buntmalerei, bei Teeservicen angewandt,

besteht aus leichten, von purpurnen Maschen hängenden Blumengirlanden,

in denen Vögel sitzen. Auf zweien solcher Tassen (A. Schöller, Berlin und

Kunstgewerbemuseum Cöln) findet sich das Malermonogramm D, das wohl

den besten Maler der Fabrik, Döll, bezeichnet. Diese graziöse, leichte,

zerfiatternde Blumenmalerei charakterisiert auch ein Speiseservice; es sind

Winden, Purpurrosen, Vergißmeinnicht und Tulpen. Im plastischen Muster

der Teller hat man wie in Bruckberg an Berliner Vorbilder gedacht. Neben

den bunten Blumen dekorierte man mit Purpurblumen oder mit bunten

Früchten in derselben leichten Art.

Von eigenartigem Charme sind die Puttenmalereien. Bald tummeln sie

sich mit Trophäen beladen in den Wolken, bald füllen sie, Blumen haltend.

gleichfalls vom wolkigen I-Iintergrunde sich abhebend, ein ovales Medaillon,

das ein mit purpurfarbenen Bändern und Maschen umwundener Lorbeerkranz

 einrahmt. Von hervorragender Feinheit sind kleine Teetassen mit

interessantem Dekor: in einer Vedute mit hochragenden Bäumen steht vor

einer grünen Stoffdraperie ein ovales

Medaillon mit feinen purpurfarbenen

römischen Ruinenlandschaften. Daneben

Finden wir gute bunte römische Landschaftemkameenartig

 vonKranzgirlanden l v

umgebene antike Figuren, bunte Watteau- ' i

Szenen und holländische eisenrote

Trinkergruppen. Interessant ist die verschiedenartige

 Bemalung desselben l

Modells. Es ist dies ein Frühstückservice,

das Tablett in kräftigen Rocailleformen

als Blatt gebildet. Einmal sind die

einzelnen Stücke mit kräftigen eisenroten

 Bettlerszenen bemalt, das zweite

Mal mit den zarten in Wolken schwe_ Untertasse von Kloster Veilsdorfer Porzellan.

_ bemalt mit Stoffgirlanden und Medaillons mit

benden Puttcn. Behebt Waren ferner antiken Szenen (Frau Dr. Spitzer, Dresden)


            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.