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Full text: Monatszeitschrift XVI (1913 / Heft 4)

  
Kastanienallee zu Versailles (nach Rigaud) 
dergleichen zu bilden, bis in ihre äußersten Konsequenzen durchgeführt. 
Eine reizvolle Neuerung war die Anlage zahlreicher kleinerer und größerer 
abgeschlossener Räume, in denen Baumwände die „Cabinets de verdure" 
und die „salles de verdure" bildeten. 
Es waren Fest- und Spielräume, Naturbühnen, auf denen Theater ge- 
spielt werden konnte, Schauplätze für Wasserkünste und kleine schattige 
Ruheorte idyllischen Charakters (Abb. S. 236 u. 237). 
Der repräsentative Prunk und die Atmosphäre der Prachträume des 
Schlosses sind gleichsam ins Freie übertragen. Die Gemessenheit höfischen 
Zeremoniells soll auch bei Liebesgetändel und unter Sonnenschein und 
Vogelgezwitscher nicht verloren gehen. 
Spiegelnde Wasserflächen, schon in der vorangegangenen Periode als 
beliebtes Gartenmotiv oft verwendet, erhielten unter Lenötre eine bisher 
ungewohnte Ausdehnung. So beginnt hinter dem statuengeschmückten 
Englischer Landschaftsganen zu Endsleigh (nach Repton) 

	        
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