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Full text: Monatszeitschrift XVII (1914 / Heft 4)

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Wie gesagt, haltne wir gerade die Untersuchungen über die italienische 
Weberei des späteren Mittelalters für besonders wichtig, nicht nur, weil sie 
dem Sammler und Museumsverwalter schon unmittelbar verwertbare An- 
regung und Aufklärung bieten, sondern vor allem, weil die Entwicklung 
Goldsamt mit dem Wappen des Königs Matthias Corvinus (1458 bis x4go), nach 
einem Entwurfe von Antonio Pollajuolo, Burgkapelle in Ofen, nach Falke 
der italienischen 
Textilkunst, rnag 
sich in Einzelhei- 
ten (wie beimVer- 
hältnisse zum Is- 
lam) dieAuffassung 
auchnoch ändern, 
im ganzen nun viel 
klarer hervortritt 
und sich überzeu- 
gender in die ge- 
samte europäische 
Kunstentwicklung 
einordnen läßt. 
Von großer Be- 
deutung erscheint 
uns auch derVer- 
such Falkes, die 
Vorzeichnungen 
der spätmittelal- 
terlichenStoffeIta- 
liens mit bestimm- 
ten Künstlern oder 
wenigstens mitbe- 
stimmten Kunst- 
richtungen in Ver- 
bindung zu brin- 
gen; Beispiele wie 
die hier wieder- 
holten (die beiden 
Abbildungen auf 
Seite 203) können 
wohl als einleuch- 
tend gelten, eben- 
so ist die Zuweisung des berühmten Matthias-Corvinus-Stotfes in der Ofner 
Burgkapelle (Abb. auf dieser Seite) an Antonio Pollajuolo, dem schon Venturi 
Verwandtes zugeschrieben hat, sehr bemerkenswert. Mindestens ist hier an 
einen Schulzusammenhang zu denken und so wenigstens für eine bestimmte 
betretfenden Darstellungen in dem bekannten Skizzenbuche werden sonst allerdings für Zeichnungen nach 
Stoßen. nicht für Entwürfe zu solchen gehalten.
	        
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